
Unser Urteil in Kürze: Die Crucial T500 2TB liest mit bis zu 7.400 MB/s und hat 2 GB DRAM an Bord. Ihr Clou ist ein ungewöhnlich großer SLC-Puffer: Bei leerer SSD schreibt sie rund 700 GB mit über 4 GB/s.
Auf einen Blick
Vorteile
- riesiger SLC-Puffer von rund 700 GB
- DRAM-Cache und 232-Lagen-TLC
- Phison E25, sparsam
Nachteile
- nach dem Puffer nur noch etwa 500 MB/s
- für die PS5 ist ein Kühler nötig
| Bezeichnung | CT2000T500SSD8 |
|---|---|
| Speicherplatz | 2 TB (rund 1.862 GB nutzbar unter Windows) |
| Format | M.2 2280, ohne Heatsink |
| Anschluss | PCIe 4.0 x4, NVMe 2.0 |
| Lesen | 7.400 MB/s |
| Schreiben | 7.000 MB/s |
| Schreiben nach SLC-Puffer (gemessen) | ca. 500 MB/s |
| Controller | Phison PS5025-E25 |
| NAND | Micron 232-Layer 3D TLC (B58R) |
| DRAM | 2 GB Micron LPDDR4 |
| Zufallszugriffe (IOPS) | k. A. |
| TBW | 1.200 TB |
| Garantie | 5 Jahre |
Der Phison E25 ist ein vergleichsweise junger Controller für PCIe 4.0, gefertigt in einem sparsamen Verfahren und mit vier Kanälen ausgelegt. Dass Crucial ihm trotzdem einen DRAM-Cache zur Seite stellt, ist eher ungewöhnlich, denn viele Hersteller nutzen den E25 als Basis für günstige Laufwerke ohne eigenen Arbeitsspeicher. Der DRAM hilft vor allem bei vielen kleinen Zugriffen und bei stark gefüllter SSD.
Die Speicherchips sind dieselben 232-lagigen TLC-Bausteine, die Crucial auch in seiner PCIe-5.0-SSD T700 verbaut. Sie gehören zu den dichtesten Chips, die Micron fertigt, und ermöglichen die hohe Kapazität mit wenigen Bausteinen.
Auf der Verpackung steht übrigens „PRO“. Das ist keine eigene Modellvariante, sondern reines Marketing: Eine „T500 Pro“ als getrenntes Produkt gibt es nicht. Lass dich davon in Shops nicht verwirren.
Hi und willkommen zum Test der Crucial T500 2TB! Crucial gehört zu Micron, und das ist bei dieser SSD mehr als eine Randnotiz: Speicherchips und DRAM stammen aus dem eigenen Konzern, nur der Controller kommt von Phison. Heraus kommt eine PCIe-4.0-SSD, die auf dem Papier mit der Oberklasse mithält, aber eine sehr eigene Charakteristik beim Schreiben hat.
Genau diese Eigenheit erklären wir dir ausführlich, denn sie entscheidet, ob die T500 zu deinem Einsatz passt. Für Spieler und normale Nutzer ist sie fast ideal, für Leute, die regelmäßig Terabytes am Stück verschieben, eher nicht.
Danach fällt das Tempo allerdings auf etwa 500 MB/s, also auf SATA-Niveau. Für Gaming-PCs und Laptops ist das kaum relevant, für Videoprofis schon. Gesamtnote: 8,9 von 10.
Verarbeitung
Die T500 ohne Kühlkörper ist eine schlichte Platine mit Etikett. Damit eignet sie sich für Mainboards mit eigenem M.2-Kühler und für Notebooks. Ob die 2-TB-Version ein- oder beidseitig bestückt ist, nennt Crucial im Datenblatt nicht: k. A. Prüfe bei sehr flachen Notebooks daher vorher, ob dein Slot Platz für Bauteile auf der Unterseite lässt.
Für die PS5 bietet Crucial die Variante mit montiertem Kühlkörper an. Diese nackte Version kannst du dort ebenfalls nutzen, brauchst aber einen separaten Kühler, weil Sony eine Kühlung vorschreibt. Die Lesegeschwindigkeit liegt mit 7.400 MB/s weit über der PS5-Mindestvorgabe von 5.500 MB/s.
Praxis: Der 700-GB-Puffer und was danach passiert
Hier wird die T500 interessant. Wird die SSD leer beschrieben, nutzt sie einen sehr großen Teil ihrer Kapazität im schnellen SLC-Modus. In Messungen schrieb die 2-TB-Version mit über 4 GB/s, bis rund 700 GB auf dem Laufwerk lagen. Das ist mehr als bei fast allen Konkurrenten. Eine Samsung 990 PRO 2TB etwa wechselt schon nach weniger als 200 GB in den langsameren Modus.
Der Haken folgt danach. Ist der Puffer voll, sinkt die Schreibrate in diesen Messungen auf rund 500 MB/s. Über die gesamte Kapazität gerechnet ergab sich ein Schnitt von etwa 640 MB/s. Das ist für ein Laufwerk dieser Klasse schwach, sogar etliche SSDs ohne DRAM schneiden hier besser ab.
Was heißt das konkret für dich? Kopierst du ein Spiel mit 150 GB, merkst du davon nichts, das passt komplett in den Puffer. Selbst eine Steam-Bibliothek mit 500 GB schreibt die T500 im schnellen Modus, solange die SSD vorher leer ist. Erst wenn du sehr große Datenmengen am Stück auf eine schon gut gefüllte SSD schiebst, landest du im langsamen Bereich. Je voller die SSD, desto kleiner wird der Puffer, denn er nutzt freien Platz.
Daraus ergibt sich eine einfache Regel: Lass auf der T500 etwas Luft. Bei halbvoller SSD steht dir immer noch ein sehr großzügiger Puffer zur Verfügung. Wer dagegen ständig Videomaterial mit mehreren hundert Gigabyte importiert, ist mit einem Modell mit höherer Dauerschreibrate besser bedient.
Beim Lesen gibt es keine solchen Einschränkungen. Spiele, Programme und das Betriebssystem profitieren vom DRAM-Cache und den schnellen Speicherchips. Im Alltag fühlt sich die T500 daher genauso flott an wie teurere Laufwerke.
T500 im Notebook und im Gaming-PC
Als Aufrüst-SSD für Laptops ist die T500 eine gute Wahl. Der E25 ist für geringe Leistungsaufnahme ausgelegt, was der Akkulaufzeit zugutekommt und die Wärmeentwicklung in engen Gehäusen begrenzt. Genaue Verbrauchswerte im Leerlauf nennt Crucial für die 2-TB-Version nicht: k. A.
Im Gaming-PC gibt es wenig zu bemängeln. Spiele laden hauptsächlich Daten, und hier zeigt die SSD keine Schwäche. Installationen großer Titel laufen dank des riesigen Puffers sogar besonders zügig durch. Wenn du parallel streamst oder Videos aufnimmst, ist die Schreiblast pro Sekunde gering genug, dass der Puffer nie volläuft.
Bei der Wahl der Kapazität spricht viel für 2 TB: Die 1-TB-Version bietet nur 600 TBW und einen entsprechend kleineren Puffer. Die 512-GB-Variante gibt es nur ohne Kühlkörper; sie eignet sich eher als reines Systemlaufwerk.
Einordnung: T500, P5 Plus und die Crucial-Familie
Crucial hatte für PCIe 4.0 bisher die P5 Plus im Programm, die noch auf einem Controller aus dem eigenen Haus basierte. Die T500 setzt stattdessen auf Phison und auf die neueste Speichergeneration. Ob sie die P5 Plus vollständig ersetzt, hat Crucial nie klar gesagt. Für dich zählt: Die T500 ist das modernere Laufwerk.
Innerhalb des aktuellen Programms sitzt die T500 über der P310 und der P3 Plus. Diese beiden verzichten auf DRAM und nutzen QLC-Speicher, sind also auf niedrigen Preis getrimmt. Die T500 ist das Modell für Leute, die TLC und einen eigenen Cache wollen, aber nicht das Geld für ein PCIe-5.0-Laufwerk wie die T700 ausgeben möchten. Ein PCIe-5.0-Board brauchst du für die T500 nicht, sie läuft in jedem M.2-Slot mit PCIe 4.0 und mit reduziertem Tempo auch an PCIe 3.0.
Spannend ist der Vergleich mit der P310: Beide nutzen Phison-Controller, die P310 aber den kleineren E27T ohne DRAM-Anbindung. Bei gemischter Last und gut gefüllter SSD hat die T500 dadurch klar die Nase vorn, und mit 1.200 statt 440 TBW ist sie auch für mehr Schreibvolumen freigegeben.
Einbau und Einrichtung
Der Einbau dauert wenige Minuten: Slot freilegen, SSD im Winkel einstecken, flach drücken, festschrauben, Kühler darüber. Unter Windows initialisierst du die SSD in der Datenträgerverwaltung als GPT. Für Firmware-Updates und den Gesundheitsstatus bietet Crucial die kostenlose Software Storage Executive an. Wenn du dein altes System umziehen willst, brauchst du ein Klonprogramm; welche Lösung Crucial aktuell dazu anbietet: k. A.
Lautlosigkeit, Temperatur und Drosselung
Wie jede SSD arbeitet die T500 ohne Geräusch. Thermisch gilt der E25 als genügsam, und der Verzicht auf vier zusätzliche Kanäle senkt die Abwärme. Mit einem Mainboard-Kühler ist die SSD für normale Nutzung gut versorgt. Eine belastbare Angabe zur Temperatur, ab der die T500 die Leistung reduziert, liegt uns nicht vor: k. A.
Ohne Kühler, etwa in einem Laptop ohne Wärmeleitpad, kann die SSD bei langen Schreibvorgängen warm werden. Da aber der riesige Puffer die meisten Kopiervorgänge abdeckt, endet die Last meist, bevor kritische Temperaturen erreicht werden.
Wenn du die Crucial T500 2TB kaufen möchtest: Crucial T500 2TB bei Amazon*.
Fazit: Crucial T500 2TB
Sehr gutDie Crucial T500 2TB ist eine schnelle, effiziente PCIe-4.0-SSD mit DRAM und einem außergewöhnlich großen SLC-Puffer. Für Gaming, Office, Bildbearbeitung und das Aufrüsten von Laptops ist sie hervorragend geeignet. Ihre Schwäche zeigt sich nur bei sehr großen Schreibmengen am Stück.
Wenn das nicht dein Szenario ist, bekommst du hier viel Leistung fürs Geld. Für die PS5 nimmst du besser die Version mit Kühlkörper. Hier geht es zum Angebot: Crucial T500 2TB bei Amazon*.
Alternativen zur Crucial T500 2TB
| Modell | Im Test Crucial T500 2TBBei Amazon* (Werbelink) – Crucial T500 2TB | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Kapazität | 2 TB | 2 TB | 2 TB | 2 TB | 2 TB |
| Formfaktor | M.2 2280 | M.2 2280 | M.2 2280 | M.2 2280 | M.2 2280 |
| Schnittstelle | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 |
| Lesen | 7.400 MB/s | 7.400 MB/s | 7.300 MB/s | 7.100 MB/s | 7.250 MB/s |
| Schreiben | 7.000 MB/s | 6.500 MB/s | 6.600 MB/s | 6.000 MB/s | 6.900 MB/s |
| TBW | 1.200 TB | 1.500 TB | 1.200 TB | 440 TB | 1.200 TB |
| DRAM-Cache | ja | nein | ja | nein | nein |
| NAND | TLC | TLC | TLC | QLC | TLC |
| Garantie | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre |
Grün = gut, Rot = schwach, Schwarz = neutral (Herstellerangaben/Messwerte). * Werbelink
Wenn du häufig große Datenmengen schreibst, ist die Samsung 990 PRO 2TB die bessere Wahl: Ihr Puffer ist kleiner, aber danach schreibt sie mehr als dreimal so schnell weiter. Auch die WD_BLACK SN850X 2TB spielt in dieser Liga.
Wer sparen möchte und keinen DRAM braucht, findet in der Lexar NM790 2TB oder der Crucial P310 2TB günstigere Laufwerke. Die P310 nutzt allerdings QLC-Speicher, was sich bei Dauerschreiblast noch stärker bemerkbar macht.
Häufige Fragen zur Crucial T500 2TB
Ist die Crucial T500 für die PS5 geeignet?
Von der Geschwindigkeit her ja. Diese Version hat aber keinen Kühlkörper, den Sony verlangt. Entweder rüstest du einen Kühler nach oder du kaufst die Variante CT2000T500SSD5 mit Heatsink.
Warum wird die T500 beim Kopieren plötzlich langsam?
Weil der SLC-Puffer voll ist. Bei leerer SSD passiert das erst nach rund 700 GB. Danach schreibt die SSD in Messungen mit etwa 500 MB/s weiter.
Gibt es eine Crucial T500 Pro?
Nein. „PRO“ steht nur auf der Verpackung. Technisch ist es dieselbe SSD.
Hat die T500 einen DRAM-Cache?
Ja, die 2-TB-Version hat 2 GB LPDDR4 von Micron. Das ist bei SSDs mit Phison E25 eher die Ausnahme.
Lohnt sich die T500 für ein Notebook?
Ja, sofern dein Notebook einen M.2-2280-Slot mit NVMe hat. Der Controller ist sparsam, und für typische Notebook-Aufgaben spielt die Schwäche bei Dauerschreiblast keine Rolle.
