Kapazität pro Euro 2026: So bekommst du den meisten Speicher fürs Geld

Balkendiagramm: Preis pro Terabyte von HDDs mit 4 bis 24 TB und NVMe-SSDs mit 1 bis 4 TB im Vergleich

Hallo! Wer eine Festplatte oder SSD kauft, schaut meist zuerst auf den Endpreis. Viel aussagekräftiger ist aber, wie viel Speicher du für dein Geld bekommst. Genau darum geht es hier: Du lernst, wie du die Kapazität pro Euro (oder umgekehrt den Preis pro Terabyte) ausrechnest, warum große Festplatten fast immer vorne liegen und wann sich eine SSD trotz des höheren Preises pro Terabyte lohnt.

Kurz zusammengefasst: Am meisten Speicher pro Euro bekommst du 2026 bei großen 3,5-Zoll-Festplatten, egal ob intern oder als externe Desktop-Platte mit Netzteil. NAS-Festplatten mittlerer Größe liegen etwas darüber, mobile 2,5-Zoll-Platten ebenfalls. SSDs kosten pro Terabyte ein Mehrfaches einer Festplatte. Rechne vor jedem Kauf selbst: Preis geteilt durch Terabyte, und vergleiche immer mindestens zwei Größen derselben Bauart.

Die laufend aktualisierte Tabelle mit konkreten Modellen findest du auf der Seite Preis pro TB. Hier geht es um etwas anderes: wie du die Zahlen liest, welche Größe und Bauform für dich den meisten Speicher fürs Geld bringt und wann sich ein höherer Preis pro Terabyte trotzdem lohnt.

Wie rechne ich die Kapazität pro Euro aus?

Teile den Kaufpreis durch die Kapazität in Terabyte. Das Ergebnis ist der Preis pro TB, und je niedriger er ist, desto mehr Speicher bekommst du pro Euro. Die Rechnung funktioniert für jede Festplatte, jede SSD und jedes NAS-Laufwerk gleich.

3,5-Zoll-Festplatten WD Red, WD Green und WD Blue in NAS-Einbaurahmen
3,5-Zoll-Festplatten mit 3 und 4 TB: WD Red, WD Green und WD Blue.

Die Formel ist so einfach, dass man sie gern unterschätzt: Preis pro TB = Kaufpreis ÷ Kapazität in TB. Hast du eine Platte mit 500 GB, rechnest du mit 0,5 TB. Bei 1,5 TB rechnest du mit 1,5. Du kannst die Rechnung auch umdrehen und die Kapazität durch den Preis teilen. Dann erhältst du die Gigabyte oder Terabyte pro Euro. Beide Werte sagen dasselbe, nur aus einer anderen Richtung. Für den Vergleich im Laden oder Onlineshop ist der Preis pro TB meist praktischer, weil du dir eine Zahl merken und mit dem nächsten Angebot vergleichen kannst.

Wichtig ist, dass du immer mit dem echten Endpreis rechnest. Brauchst du für eine interne Platte noch ein Gehäuse oder eine Dockingstation, gehört deren Preis dazu. Kommt eine Versandpauschale dazu, ebenfalls. Nur so vergleichst du fair. Ein scheinbar günstiges Angebot kann am Ende teurer sein als eine fertige externe Platte, wenn du erst noch Zubehör kaufen musst.

Tipp: Notiere dir den Preis pro TB von zwei oder drei Modellen, die für dich infrage kommen. Wenn du in den nächsten Wochen ein Angebot siehst, erkennst du sofort, ob es wirklich günstiger ist oder nur so aussieht.

Warum sind große Festplatten pro Terabyte günstiger?

Jede Festplatte hat Grundkosten, die kaum von der Kapazität abhängen: Gehäuse, Motor, Elektronik, Verpackung und Vertrieb. Bei einer großen Platte verteilen sich diese Kosten auf viel mehr Terabyte. Deshalb sinkt der Preis pro TB meist, je größer die Platte wird.

Stell dir vor, eine Festplatte besteht aus einem festen Sockel und den eigentlichen Speicherscheiben. Der Sockel kostet ungefähr gleich viel, egal ob die Platte 2 oder 18 Terabyte fasst. Bei der kleinen Platte trägt dieser Sockel einen großen Teil des Preises, bei der großen fällt er kaum ins Gewicht. Genau das siehst du am Preis pro TB: Kleine Festplatten unter 2 TB sind pro Terabyte oft auffallend teuer, mittlere Größen liegen im Mittelfeld und große Modelle sind am günstigsten.

Ganz linear ist das aber nicht. Die allergrößten Kapazitäten einer Modellreihe haben häufig einen Aufpreis, weil sie neu am Markt sind oder in Rechenzentren stark gefragt werden. Dann kann die zweitgrößte Platte pro TB günstiger sein als die größte. Deshalb lohnt es sich, nicht blind zur größten Variante zu greifen, sondern zwei oder drei Größen durchzurechnen.

Welche Speicherklasse bietet am meisten Kapazität pro Euro?

Am meisten Speicher pro Euro bieten große 3,5-Zoll-Festplatten. Danach folgen NAS-Festplatten mittlerer Größe und mobile 2,5-Zoll-Platten. SSDs liegen pro Terabyte deutlich darüber, sind dafür aber viel schneller und robuster.

Die folgende Übersicht zeigt die Reihenfolge der Speicherklassen beim Preis pro TB und wofür sie sich jeweils eignen. Konkrete Preise ändern sich teils täglich, die Reihenfolge der Klassen ist aber seit Jahren stabil.

Speicherklasse Preis pro TB Stärke Passt für
3,5-Zoll-Festplatte (intern oder extern mit Netzteil) am niedrigsten sehr große Kapazitäten Backup am Schreibtisch, Archiv, Mediensammlung
NAS-Festplatte (3,5 Zoll) niedrig bis mittel für Dauerbetrieb ausgelegt NAS, RAID, Heimserver
Mobile 2,5-Zoll-Festplatte mittel Strom über USB, kein Netzteil Laptop-Backup, Daten für unterwegs
Interne SSD (M.2 oder 2,5 Zoll) hoch sehr schnell System, Programme, Spiele
Externe SSD am höchsten schnell, leicht, stoßfest Fotos und Videos unterwegs, Arbeiten direkt vom Laufwerk

Nach den Daten, die wir für unsere Vergleichsseite Preis pro TB sammeln, kostet ein Terabyte SSD-Speicher grob das Drei- bis Vierfache eines Terabytes auf einer großen Festplatte. Dieser Abstand ist seit 2025 ungefähr gleich geblieben, weil Festplatten und SSDs im selben Maß teurer geworden sind.

Ist die größte Festplatte immer die beste Wahl?

Nicht unbedingt. Pro Terabyte ist sie oft am günstigsten, aber du zahlst einen hohen Gesamtbetrag für Speicher, den du vielleicht erst in Jahren brauchst. Sinnvoll ist die Größe, die du in den nächsten zwei bis drei Jahren realistisch füllst, plus etwas Reserve.

Der Preis pro TB ist ein Werkzeug, kein Selbstzweck. Eine 18-TB-Platte ist pro Terabyte günstig, aber wenn du nur 2 TB Fotos sichern willst, liegt der Großteil davon jahrelang leer. In dieser Zeit können Festplatten günstiger werden, oder du brauchst plötzlich eine SSD statt einer HDD. Gleichzeitig ist eine zu kleine Platte ärgerlich, weil du dann bald eine zweite kaufen musst und doppelt Grundkosten zahlst.

Eine einfache Faustregel hilft: Schau, wie viel Speicher du heute belegst, und rechne mit etwa dem Doppelten. Für ein Backup brauchst du mindestens so viel Platz wie die Daten, die du sichern willst. Nutzt du eine Backup-Software mit Versionen, etwa Time Machine am Mac oder den Dateiversionsverlauf unter Windows, plane deutlich mehr ein, weil ältere Stände ebenfalls Platz belegen.

Tipp: Rechne die Größe, die du wirklich brauchst, und die nächstgrößere durch. Ist die größere pro TB deutlich günstiger und der Mehrpreis für dich in Ordnung, nimm sie. Ist der Unterschied klein, reicht die passende Größe.

Warum zeigt mein Rechner weniger Speicher an als auf der Packung steht?

Hersteller rechnen mit 1 TB = 1.000 Gigabyte, Windows und viele Programme mit 1.024er-Schritten. Deshalb erscheint eine 1-TB-Platte unter Windows mit rund 931 GB. Es fehlt nichts, die Zahl wird nur anders berechnet.

Die Angaben auf der Packung folgen dem Dezimalsystem: Ein Terabyte sind eine Billion Byte. Windows zeigt die Größe dagegen im Binärsystem an, bei dem jede Stufe 1.024-mal so groß ist wie die vorherige. Das Ergebnis wirkt wie ein Verlust von rund sieben Prozent, der mit jeder Stufe etwas größer wird. Bei einer 18-TB-Platte zeigt Windows deshalb etwas über 16 TB an. macOS rechnet seit vielen Jahren ebenfalls dezimal und zeigt die Größe so an wie auf der Packung.

Für den Preis pro TB ist das egal, solange du alle Platten gleich rechnest. Nimm einfach immer die Herstellerangabe. Dazu kommt, dass das Dateisystem selbst ein wenig Platz belegt. Auch das ist normal und bei allen Platten ähnlich.

Lohnt sich eine 3,5-Zoll-Platte statt einer mobilen 2,5-Zoll-Platte?

Wenn die Platte am Schreibtisch bleibt, ja. 3,5-Zoll-Modelle bieten pro Terabyte fast immer mehr Speicher und sind meist schneller. Dafür brauchen sie ein Netzteil und sind größer und schwerer.

Mobile 2,5-Zoll-Festplatten holen sich den Strom über das USB-Kabel. Das ist praktisch für den Laptop und unterwegs. Sie enden aber meist bei 5 oder 6 TB. 3,5-Zoll-Desktop-Platten gibt es dagegen mit 12, 18 oder 20 TB und mehr. Für Backups am festen Arbeitsplatz, für Fotoarchive oder für die Filmsammlung ist das die Klasse mit dem meisten Speicher pro Euro, etwa die WD Elements Desktop 18 TB* oder die WD Elements Desktop 12 TB*.

Bei den mobilen Platten sind Modelle mit 4 oder 5 TB pro Terabyte meist am günstigsten. Ein Beispiel ist die Seagate 5 TB tragbare Festplatte*. Kleinere Modelle mit 1 oder 2 TB kosten pro TB spürbar mehr, weil die Grundkosten dort stärker ins Gewicht fallen.

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Wann ist eine SSD trotz höherem Preis pro TB die bessere Wahl?

Wenn du oft mit den Daten arbeitest, große Dateien kopierst oder das Laufwerk viel mitnimmst. Eine SSD ist um ein Vielfaches schneller, lautlos und stoßfest. Für reine Archive und große Backups bleibt die Festplatte die günstigere Lösung.

Der Preis pro TB misst nur eine Sache: wie viel Speicher du fürs Geld bekommst. Er sagt nichts über Tempo, Gewicht oder Robustheit. Eine externe SSD kopiert einen großen Videoordner in einem Bruchteil der Zeit einer Festplatte. Sie übersteht einen Sturz vom Tisch meist ohne Schaden, weil sie keine beweglichen Teile hat. Wer am Laptop Videos schneidet, Fotos direkt vom Laufwerk bearbeitet oder Spiele auslagert, merkt diesen Unterschied jeden Tag.

Bei SSDs verläuft die Kurve beim Preis pro TB etwas anders als bei Festplatten. Modelle mit 2 und 4 TB sind oft am effizientesten. 1-TB-SSDs sind pro Terabyte nicht automatisch günstiger und manchmal sogar teurer. Sehr große SSDs mit 8 TB haben häufig wieder einen Aufpreis. Auch hier gilt: Rechne zwei oder drei Größen durch.

Ist eine Mischlösung aus SSD und Festplatte sinnvoll?

Für viele Nutzer ja. Eine kleine SSD für aktuelle Projekte und eine große Festplatte für Backup und Archiv verbinden Tempo und günstigen Speicher. So zahlst du den SSD-Aufpreis nur für die Daten, bei denen Geschwindigkeit wirklich zählt.

Die meisten Daten liegen den Großteil der Zeit still: alte Fotos, abgeschlossene Projekte, Filme, Backups. Für sie ist der günstigste Speicher pro Euro genau richtig. Nur ein kleiner Teil wird täglich bewegt. Für diesen Teil lohnt sich eine SSD mit 1 oder 2 TB. Die Kombination spart Geld und ist gleichzeitig sicherer, weil deine wichtigsten Daten auf zwei Laufwerken liegen. Mehr dazu liest du im Ratgeber SSD oder HDD 2026.

Lohnt sich eine interne Festplatte mit Gehäuse?

Manchmal. Rechne den Preis von Platte und Gehäuse zusammen und vergleiche ihn mit einer fertigen externen Platte gleicher Größe. Oft ist die fertige externe Platte gleich günstig oder günstiger und hat Garantie auf das Gesamtpaket.

Externe Desktop-Festplatten enthalten eine ganz normale 3,5-Zoll-Platte in einem Gehäuse mit USB-Anschluss. Deshalb liegt die Idee nahe, beides selbst zu kombinieren. Das kann sich lohnen, wenn du bereits ein Gehäuse oder eine Dockingstation besitzt oder eine bestimmte Platte willst, etwa ein NAS-Modell mit CMR. Ohne vorhandenes Zubehör ist die fertige externe Platte aber oft die einfachere und gleich teure Lösung. Bei Problemen hast du außerdem nur einen Ansprechpartner für die Garantie.

Worauf sollte ich außer dem Preis pro TB achten?

Achte auf Bauform, Stromversorgung, Anschluss und Garantie. Auch die Aufzeichnungstechnik ist wichtig, wenn die Platte in ein NAS soll. Der Preis pro TB ist der Start, nicht das Ende der Entscheidung.

  • Anschluss: USB 3.0 (auch USB 3.2 Gen 1 genannt) reicht für Festplatten völlig aus. Für schnelle SSDs lohnt sich USB 3.2 Gen 2 oder schneller, sonst bremst die Schnittstelle.
  • Strom: 2,5-Zoll-Platten und SSDs laufen über USB-Strom, 3,5-Zoll-Platten brauchen ein Netzteil.
  • Garantie: Die Dauer unterscheidet sich je nach Hersteller und Modellreihe. Sie steht im Datenblatt.
  • CMR oder SMR: Für ein RAID im NAS sind CMR-Platten die bessere Wahl, weil SMR-Platten beim Wiederaufbau sehr langsam werden können.
  • Lautstärke: Große 3,5-Zoll-Platten sind hörbar. Steht die Platte im Wohnzimmer oder Schlafzimmer, kann das stören.

Wann bekomme ich die meiste Kapazität pro Euro?

Rabattaktionen wie der Black Friday können den Preis pro TB senken, aber nicht jeder Rabatt ist echt. Vergleiche den Preis pro TB mit dem Niveau der Wochen davor. Nur dann weißt du, ob ein Angebot wirklich gut ist.

Ein durchgestrichener Preis sagt wenig, wenn der Ausgangspreis vorher angehoben wurde. Verlass dich deshalb auf deine eigene Rechnung. Wie du echte Deals erkennst, steht auf der Seite Black-Friday-Angebote. Ob du überhaupt warten solltest, klärt der Ratgeber Festplatte jetzt kaufen oder warten?. Hintergründe zu den gestiegenen Preisen liest du unter Preisentwicklung 2026.

Weiterlesen: Preis pro TB · SSD oder HDD 2026 · Preisentwicklung 2026

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten in Kürze.

Wie rechne ich den Preis pro TB aus?

Teile den Kaufpreis durch die Kapazität in Terabyte. Eine Platte mit 500 GB rechnest du als 0,5 TB. Zubehör wie ein Gehäuse rechnest du mit ein.

Was ist günstiger pro TB, HDD oder SSD?

Die Festplatte. Eine große HDD kostet pro Terabyte nur einen Bruchteil einer SSD. Die SSD ist dafür schneller, leiser und stoßfester.

Ist die größte Festplatte immer am günstigsten pro TB?

Meist, aber nicht immer. Die größten Modelle einer Reihe haben oft einen Aufpreis. Rechne deshalb mehrere Größen durch.

Lohnt sich eine 3,5-Zoll-Platte statt 2,5 Zoll?

Wenn du sie nicht mitnehmen musst, ja. Pro Terabyte ist sie fast immer günstiger, braucht aber ein Netzteil.

Warum hat meine 1-TB-Festplatte nur 931 GB?

Windows rechnet in 1.024er-Schritten, der Hersteller in 1.000er-Schritten. Es fehlt kein Speicher, er wird nur anders angezeigt.

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2 Kommentare zu „Kapazität pro Euro 2026: So bekommst du den meisten Speicher fürs Geld“

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