
Die Acer Predator GM7 1TB liest laut Hersteller mit bis zu 7.200 MB/s und schreibt mit bis zu 6.300 MB/s. Sie nutzt einen Maxio-Controller ohne DRAM und TLC-Speicher.
- Kapazität1 TB
- FormfaktorM.2 2280, einseitig, 80 × 22 × 2,2 mm
- SchnittstellePCIe 4.0 x4, NVMe 2.0
- Lesen7.200 MB/s
- Garantie5 Jahre oder 600 TBW
Auf einen Blick
Vorteile
- bis zu 7.200 MB/s lesen, 6.300 MB/s schreiben
- nach dem Puffer in Messungen noch fast 2 GB/s
- einseitig bestückt, nur 2,2 mm hoch
Nachteile
- kein DRAM, nutzt HMB
- ohne Kühler in Messungen sehr heiß
Technische Daten
| Modellnummer | BL.9BWWR.118 |
|---|---|
| Kapazität | 1 TB |
| Bauform | M.2 2280, einseitig, 80 × 22 × 2,2 mm |
| Gewicht | 7 g |
| Interface | PCIe 4.0 x4, NVMe 2.0 |
| Lesen | 7.200 MB/s |
| Schreiben | 6.300 MB/s |
| Zufällig lesen/schreiben | 990.000 / 997.000 IOPS |
| Controller | Maxio MAP1602 (laut Messungen) |
| DRAM | nein, HMB |
| NAND | TLC (laut Messungen) |
| Leistungsaufnahme | 3,82 W lesen, 5,18 W schreiben, 0,048 W Leerlauf |
| Betriebstemperatur | 0 bis 70 °C |
| Endurance | 600 TBW |
| MTBF | 1,5 Millionen Stunden |
| Garantie | 5 Jahre oder 600 TBW |
Hallo! Die Predator GM7 trägt zwar den Namen Acer, gebaut und vertrieben wird sie aber von BIWIN, der die Marke Predator für Speicherprodukte in Lizenz nutzt. Die SSD ist seit 2023 auf dem Markt und gehört zu den günstigen PCIe-4.0-Modellen ohne DRAM, die trotzdem viel Tempo versprechen.
In diesem Test geht es um die 1-TB-Version. Du erfährst, wie schnell sie in Messungen wirklich war, wie sie sich beim Dauerschreiben schlägt und worauf du bei der Kühlung achten solltest.
In Messungen hielt sie das volle Tempo über einen Puffer von 151 bis 164 GB und schrieb danach noch mit fast 2 GB/s weiter, für eine SSD ohne DRAM ein starkes Ergebnis. Ohne Kühlung wird sie unter Dauerlast aber sehr heiß. Gesamtnote: 7,8 von 10.
Verarbeitung
Die GM7 ist einseitig bestückt und nur 2,2 mm hoch. Damit passt sie problemlos in flache Notebooks und unter die Kühlbleche von Mainboards. Mit 7 g ist sie ein Leichtgewicht. Einen Kühlkörper bringt sie nicht mit. In Messungen saßen auf der Platine ein Maxiotech MAP1602A und 128-Layer-TLC-Speicher von YMTC, umgelabelt als BIWIN. Ein DRAM-Chip fehlt, stattdessen nutzt die SSD 32 MB HMB aus dem Arbeitsspeicher deines PCs.
Wichtig zu wissen: Der Hersteller weist darauf hin, dass sich Ausstattung und Aussehen je nach Lieferzeitpunkt ändern können. Ein später gemessenes Exemplar trug die Modellnummer BL.9BWWR.104 und zeigte leicht andere Werte. Du kannst also nicht sicher sein, dass in deinem Exemplar genau dieselben Bauteile stecken.

Praxis: Messwerte
In einem neueren Exemplar aus dem Jahr 2025 erreichte die GM7 in CrystalDiskMark 7.414 MB/s beim Lesen und 6.605 MB/s beim Schreiben, also sogar mehr als angegeben. Mit nur einem Thread lagen die Werte bei 5.022 und 5.489 MB/s. Bei kleinen 4K-Blöcken mit einer Anfrage kamen 73 MB/s lesend und 196 MB/s schreibend heraus, mit 32 Anfragen und 16 Threads waren es 2.058 und 1.734 MB/s. Ein zweiter Benchmark mit 5-GB-Datei zeigte 6.134 MB/s lesend und 5.657 MB/s schreibend, die Zugriffszeit lag bei 0,022 ms lesend und 0,344 ms schreibend.
Auch beim Kopieren echter Ordner schlug sie sich gut: Zwei große ISO-Dateien wurden mit 2.510 MB/s kopiert, ein Programmordner mit vielen kleinen Dateien mit 1.151 MB/s und ein Spieleordner mit 1.935 MB/s.
Der Puffer und das Dauerschreiben
Hier liegt die größte Stärke der GM7. In Messungen mit einem Exemplar von 2023 schrieb sie mit fast 5 GB/s, bis 151 GB geschrieben waren. Danach musste sie Daten vom SLC-Puffer in den TLC-Speicher umlagern und hielt dabei immer noch fast 2 GB/s. Erst nach rund 700 GB fiel das Tempo auf 600 MB/s. Über die gesamte Kapazität gerechnet kam sie auf durchschnittlich 1,4 GB/s, das beste Ergebnis, das bis dahin bei einer SSD ohne DRAM gemessen wurde.
Das Exemplar von 2025 hatte einen Puffer von rund 164 GB. Über eine 300-GB-Datei schrieb es im Schnitt mit 2.586 MB/s und las mit 4.923 MB/s. Beide Messungen zeigen: Auch große Kopieraufgaben erledigt die GM7 zügig.
Lautlosigkeit, Temperatur und Drosselung
Die GM7 arbeitet völlig lautlos. Beim Thema Wärme solltest du aber aufpassen. In Messungen ohne jede Kühlung, in einem Gehäuse mit wenig Luftstrom und bei Dauerschreiben, meldete der interne Sensor 82 °C. Die heißeste Stelle der Platine erreichte laut Wärmebild sogar 99 °C. Die SSD drosselte beim Schreiben leicht. Beim Lesen trat keine nennenswerte Drosselung auf. Der Hersteller nennt einen Betriebsbereich bis 70 °C und eine eingebaute Drosselung als Schutz.
Im Alltag mit kurzen Lastspitzen ist das kein Problem. Für lange Kopieraufgaben oder den Einsatz in der PS5 solltest du aber einen Kühlkörper verwenden, am besten das Kühlblech deines Mainboards.
Verwirrung um die Lesewerte
Beim Kauf stößt du auf unterschiedliche Angaben. Im Händlertitel ist von bis zu 7.400 MB/s die Rede. Laut aktuellem Datenblatt des Herstellers gelten 7.400 MB/s aber nur für die 4-TB-Version. Die 1-TB-Version liest mit bis zu 7.200 MB/s. Im Alltag spielt der Unterschied von 200 MB/s keine Rolle, du solltest ihn aber kennen. Messungen zeigen ohnehin, dass die GM7 die Herstellerangaben unter guten Bedingungen erreicht.
Die Modellreihe
Die GM7 gibt es mit 512 GB, 1 TB, 2 TB und 4 TB. Die 512-GB-Version schreibt mit bis zu 3.800 MB/s und kommt auf 300 TBW. Die 2-TB-Version liest und schreibt mit denselben Höchstwerten wie die 1-TB-Version, also 7.200 und 6.300 MB/s, und bietet 1.200 TBW. Die 4-TB-Version ist mit 7.400 MB/s lesend und 6.500 MB/s schreibend die schnellste und schafft 2.400 TBW. Für die meisten Nutzer ist die 1-TB-Version ein guter Kompromiss aus Platz und Preis.
Stromverbrauch
Laut Hersteller braucht die 1-TB-Version beim Lesen 3,82 W und beim Schreiben 5,18 W. Im Leerlauf sind es nur 0,048 W. Der Controller wird im 12-nm-Verfahren gefertigt, was laut Hersteller beim Energiesparen hilft. Gerade im Notebook ist ein niedriger Leerlaufverbrauch wichtig, weil die SSD dort die meiste Zeit nichts zu tun hat.
Software: Biwin Intelligence
Zur GM7 gibt es das kostenlose Programm Biwin Intelligence. Damit kannst du den Zustand der SSD prüfen, einen Leistungstest starten, Daten umziehen und dein altes Laufwerk klonen. Außerdem bietet BIWIN ein Programm zur Datenrettung an. Gerade für den Umzug von einer alten SSD oder Festplatte ist die Klonfunktion praktisch, weil du Windows nicht neu installieren musst.
Einsatz in der PS5
Die GM7 wird als kompatibel mit der PS5 beworben. Sie erfüllt mit PCIe 4.0 und über 7.000 MB/s die Anforderungen an das Tempo. Wegen der hohen Temperaturen unter Dauerlast solltest du sie in der Konsole aber nur mit einem passenden Kühlkörper einsetzen. Sony schreibt für die Erweiterung ohnehin eine Kühlung vor.
Einbau
Der Einbau dauert nur wenige Minuten. Schalte den Rechner aus, trenne ihn vom Strom und stecke die SSD schräg in einen freien M.2-Slot. Drücke sie flach und sichere sie mit Schraube oder Verschluss. Setze, wenn vorhanden, das Kühlblech des Mainboards mit Wärmeleitpad darauf. Im BIOS prüfst du, ob der Slot mit PCIe 4.0 arbeitet. In einem PCIe-3.0-Slot funktioniert die GM7 auch, ist dann aber auf das Tempo dieser älteren Schnittstelle begrenzt.
Für wen sich die GM7 eignet
Die GM7 1TB passt zu Spielern, die viel Tempo für wenig Geld wollen, und zu allen, die ab und zu große Dateien kopieren. Durch das gute Verhalten nach dem Puffer eignet sie sich auch für Hobby-Videoschnitt. Wer Wert auf garantiert gleiche Bauteile und Langzeiterfahrung legt, greift eher zu einem großen Markenhersteller mit eigener Speicherfertigung.
Kleine Dateien und Reaktionszeit
Für das Gefühl von Schnelligkeit sind kleine Zugriffe oft wichtiger als hohe Spitzenwerte. Mit einer Anfrage schaffte die GM7 in Messungen rund 17.800 IOPS beim Lesen und rund 47.900 IOPS beim Schreiben. Die durchschnittliche Latenz lag dabei bei 56 µs lesend und 21 µs schreibend. Mit vielen parallelen Anfragen stiegen die Werte auf über 500.000 IOPS lesend und über 420.000 IOPS schreibend. Der Hersteller gibt bis zu 990.000 und 997.000 IOPS an, diese Werte erreicht eine SSD nur unter idealen Bedingungen. Im Alltag reichen die gemessenen Werte locker, damit Windows, Programme und Spiele flott reagieren.
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Fazit: Acer Predator GM7 1TB
GutDie Acer Predator GM7 1TB ist eine günstige PCIe-4.0-SSD, die in Messungen deutlich mehr leistete, als ihr Preis vermuten lässt. Besonders das Tempo nach dem Puffer hebt sie von vielen Konkurrenten ohne DRAM ab. Wenn du ihr einen Kühlkörper gönnst, bekommst du eine schnelle und ausdauernde SSD für Spiele, Alltag und auch größere Projekte.
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Alternativen zur Acer Predator GM7 1TB
| Modell | Crucial MX500 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Crucial MX500 1TB | |||
|---|---|---|---|---|
| Kapazität | 1 TB | 1 TB | 1 TB | 1 TB |
| Formfaktor | M.2 2280 | 2,5 | M.2 2280 | M.2 2280 |
| Schnittstelle | PCIe 4.0 x4 | SATA | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 |
| Lesen | 7.250 MB/s | 560 MB/s | 5.000 MB/s | 7.300 MB/s |
| Schreiben | 6.900 MB/s | 510 MB/s | 3.600 MB/s | 6.300 MB/s |
| TBW | 600 TB | 360 TB | 220 TB | 600 TB |
| DRAM-Cache | nein | – | nein | – |
| NAND | TLC | TLC | QLC | TLC |
| Garantie | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre |
Grün = gut, Rot = schwach, Schwarz = neutral (Herstellerangaben/Messwerte). * Werbelink
Wer eine SSD mit DRAM und bewährter Firmware sucht, schaut sich die Samsung 990 PRO, die WD_BLACK SN850X oder die Kingston KC3000 an. Ebenfalls ohne DRAM und mit ähnlichem Ansatz arbeitet die WD_BLACK SN7100. Mit QLC-Speicher und größerem Puffer, aber schwächer beim Dauerschreiben, ist die Lexar EQ790 eine weitere günstige Option.
Häufige Fragen zur Acer Predator GM7 1TB
Wer stellt die Predator GM7 her?
BIWIN. Das Unternehmen hat von Acer eine Lizenz, Speicherprodukte unter dem Namen Predator zu bauen und zu verkaufen.
Hat die GM7 einen DRAM-Cache?
Nein. Sie nutzt HMB, in Messungen 32 MB aus dem Arbeitsspeicher deines PCs.
Braucht die GM7 einen Kühler?
Für den Alltag nicht zwingend. Ohne Kühlung wurde sie in Messungen bei Dauerlast bis 82 °C (Sensor) heiß und drosselte leicht beim Schreiben. Ein Kühlkörper ist daher empfehlenswert.
Wie schnell schreibt sie nach dem Puffer?
In Messungen fast 2 GB/s, nach rund 700 GB dann etwa 600 MB/s.
Gibt es eine Software?
Ja, BIWIN bietet das Programm Biwin Intelligence an, unter anderem mit Leistungstest, Datenumzug und Klonfunktion.
Wie lange gilt die Garantie?
Fünf Jahre oder bis 600 TBW geschrieben sind, je nachdem, was zuerst eintritt.
