WD Blue SN5100 1TB im Test: Bewertung, Vor- und Nachteile

WD Blue SN5100 1TB – Produktfoto
8,0
UrteilSehr gutNote 8,0 von 10

Die WD Blue SN5100 1TB liest mit bis zu 7.100 MB/s und schreibt mit bis zu 6.700 MB/s. Sie nutzt einen SanDisk-Controller ohne DRAM und QLC-Speicher der Generation BiCS8.

  • Kapazität1 TB
  • FormfaktorM.2 2280-S3-M, einseitig
  • SchnittstellePCIe 4.0 x4, NVMe 2.0d
  • Lesen7.100 MB/s
  • Garantie5 Jahre (begrenzt)

Auf einen Blick

Vorteile

  • bis zu 7.100 MB/s lesen, 6.700 MB/s schreiben
  • sehr kurze Zugriffszeiten in Messungen
  • für QLC hohe 600 TBW, 5 Jahre Garantie

Nachteile

  • QLC-Speicher, kein DRAM
  • nach dem Puffer nur rund 600 MB/s

Technische Daten

Technische Daten: WD Blue SN5100 1TB
ModellnummerWDS100T5B0E
Kapazität1 TB
BauformM.2 2280-S3-M, einseitig
InterfacePCIe 4.0 x4, NVMe 2.0d
Lesen7.100 MB/s
Schreiben6.700 MB/s
Zufällig lesen/schreiben1.000.000 / 1.300.000 IOPS
ControllerSanDisk A101-000103-A1, 4 Kanäle (laut Messungen)
NANDSanDisk BiCS8 QLC 3D CBA
DRAMnein, HMB
PuffernCache 4.0, rund 240 GB (laut Messung)
Leistungsaufnahme3,9 W (Durchschnitt lesen/schreiben), 4 mW Schlafmodus
SicherheitTCG Pyrite 2.01, ATA Security über NVMe
Endurance600 TBW
MTTF1,75 Millionen Stunden
Garantie5 Jahre (begrenzt)

Hallo! Die WD Blue SN5100 ist die Nachfolgerin der beliebten SN5000. Sie kommt seit Spätsommer 2025 von SanDisk, das sich als eigenständiges Unternehmen von Western Digital getrennt hat, die Marke WD Blue aber weiterführt. Das Besondere: Alle Größen setzen auf QLC-Speicher und sollen trotzdem in der Oberliga der PCIe-4.0-SSDs mitspielen.

In diesem Test geht es um die 1-TB-Version. Wir zeigen dir, wo die SSD glänzt und wo die Grenzen des QLC-Speichers liegen.

In Messungen überzeugte sie mit sehr kurzen Zugriffszeiten und einem Puffer von rund 240 GB. Danach schrieb sie im Schnitt nur noch mit 605 MB/s. Für Spiele, Alltag und Notebooks ist sie eine starke und günstige Wahl. Gesamtnote: 8,0 von 10.

Verarbeitung

Die SN5100 nutzt das übliche Format M.2 2280 und ist einseitig bestückt. Die Platine könnte eigentlich viel kürzer sein: Der QLC-Speicher der Generation BiCS8 fasst 2 Tbit pro Chip, sodass schon ein einziges Speicher-Package für die Kapazität reicht. Dazu kommt ein Controller ohne DRAM. Ein Kühlkörper liegt nicht bei. Die Bauhöhe des getesteten 2-TB-Modells betrug 2,38 mm, damit passt die SSD auch in flache Notebooks.

Der Controller trägt die Kennung SanDisk A101-000103-A1. SanDisk gab dazu nur an, dass es ein anderer 4-Kanal-Controller als bei der SN5000 ist, dessen Firmware für den neuen QLC-Speicher angepasst wurde.

WD Blue SN5100 1TB: weitere Produktansicht

Praxis: Messwerte

In CrystalDiskMark erreichte die 1-TB-Version 7.216 MB/s beim Lesen und 5.480 MB/s beim Schreiben. Mit einem Thread lagen die Werte bei 5.441 und 4.802 MB/s. Besonders stark war sie bei kleinen 4K-Blöcken: Mit einer Anfrage kamen 102 MB/s lesend und 220 MB/s schreibend heraus, das sind rund 24.900 und 53.700 IOPS. Mit 32 Anfragen und 16 Threads stiegen die Werte auf 4.305 und 3.117 MB/s, beim Lesen also über eine Million IOPS. Die mittlere Latenz bei einer Anfrage lag bei nur 40 µs lesend und 18 µs schreibend.

Ein weiterer Benchmark mit 5-GB-Datei zeigte 6.153 MB/s lesend und 5.926 MB/s schreibend. Die Zugriffszeiten von 0,018 ms beim Lesen und 0,107 ms beim Schreiben gehören zu den kürzesten in dieser Klasse. Auffällig schwach war hier nur der Lesewert bei 64 parallelen Threads mit 1.053 MB/s. Beim Kopieren von Ordnern lagen die Werte bei 2.240 MB/s für große ISO-Dateien, 1.165 MB/s für einen Programmordner und 2.011 MB/s für einen Spieleordner.

nCache 4.0: Puffer und Dauerschreiben

Den SLC-Puffer nennt SanDisk nCache 4.0. Bei der 1-TB-Version war er in Messungen rund 240 GB groß. Erst danach sank das Tempo deutlich. Über eine 400-GB-Datei gerechnet schrieb die SSD im Schnitt mit 605 MB/s und las mit 5.867 MB/s. Hier zeigt sich die Schwäche des QLC-Speichers: Wer regelmäßig mehrere Hundert Gigabyte am Stück schreibt, ist mit einer TLC-SSD besser bedient. Für normale Downloads und Installationen reicht der große Puffer aber locker.

Lautlosigkeit, Temperatur und Drosselung

Als Flash-Speicher arbeitet die SN5100 völlig geräuschlos. In Messungen mit der 2-TB-Version lief sie ohne Kühler ungedrosselt durch den gesamten Testparcours. Konkrete Temperaturwerte für die 1-TB-Version liegen nicht vor (k. A.). Im Schlafmodus benötigt sie laut Hersteller nur 4 mW.

Vier Größen zur Wahl

Die SN5100 gibt es mit 500 GB, 1 TB, 2 TB und 4 TB. Die kleinste Version liest mit bis zu 6.600 MB/s und schreibt mit bis zu 5.600 MB/s. Die 1-TB- und die 2-TB-Version schaffen 7.100 und 6.700 MB/s, die 4-TB-Version liest mit bis zu 6.900 MB/s. Die Endurance steigt von 300 über 600 und 900 auf 1.200 TBW. Gerade die 600 TBW der 1-TB-Version sind für QLC bemerkenswert: Eine andere bekannte QLC-SSD mit 1 TB kommt nur auf 220 TBW.

Was sich gegenüber der SN5000 ändert

Die Vorgängerin SN5000 nutzte bei 500 GB bis 2 TB noch TLC-Speicher, nur die 4-TB-Version hatte QLC. Die SN5100 setzt durchgehend auf QLC, soll laut SanDisk aber rund 30 Prozent schneller sein. Auch der Controller ist neu, wobei SanDisk keine Details nennt. Die TBW-Werte sind gleich geblieben, obwohl QLC grundsätzlich weniger Schreibzyklen verträgt als TLC.

Software und Sicherheit

Zur SN5100 bekommst du Acronis True Image für SanDisk. Damit kopierst du dein altes System samt Windows auf die neue SSD. Das SanDisk Dashboard zeigt den Zustand der SSD an und spielt Firmware-Updates ein. Bei der Sicherheit unterstützt die SSD TCG Pyrite 2.01 und ATA Security über NVMe. Eine echte Hardware-Verschlüsselung wie bei TCG Opal bietet sie aber nicht. Wer Wert auf eine selbstverschlüsselnde SSD legt, muss zu einem anderen Modell greifen oder die Verschlüsselung per Software erledigen.

Leistungsaufnahme

SanDisk nennt für die 1-TB-Version einen durchschnittlichen Verbrauch von 3,9 W beim Lesen und Schreiben. Im Schlafmodus sinkt er auf 4 mW. In Messungen mit dem 2-TB-Modell erwies sich die SSD als ausgesprochen effizient. Damit ist sie eine gute Wahl für Notebooks und Mini-PCs.

PS5 und Spiele

Mit PCIe 4.0 x4 und über 7.000 MB/s beim Lesen erfüllt die SN5100 die Tempo-Vorgaben der PS5. Für den Einbau in die Konsole brauchst du zusätzlich einen Kühlkörper, den Sony vorschreibt. Beim Spielen selbst kommt es vor allem auf schnelles Lesen und kurze Zugriffszeiten an, und genau hier ist die SN5100 stark.

Einbau

Der Einbau ist schnell erledigt: Rechner ausschalten, Netzstecker ziehen, SSD schräg in den M.2-Slot stecken, flach drücken und festschrauben. Nach dem Start erscheint die SSD in der Datenträgerverwaltung. Dort richtest du sie als neues Laufwerk ein oder ziehst mit Acronis dein System um. In PCIe-3.0-Slots läuft sie ebenfalls, dann aber mit weniger Tempo.

Für wen sie passt

Die SN5100 1TB richtet sich an Spieler, Studenten, Büro-Nutzer und alle, die ein Notebook oder einen älteren PC aufrüsten. Sie ist schnell, sparsam und günstig. Für Videoprofis, die täglich riesige Dateien schreiben, ist sie wegen des langsamen Tempos nach dem Puffer weniger geeignet.

Im Vergleich mit teureren SSDs

In Messungen mit der 2-TB-Version spielte die SN5100 trotz QLC-Speicher in der oberen Liga der PCIe-4.0-SSDs und konnte bei vielen Aufgaben mit deutlich teureren Spitzenmodellen mithalten. Das gilt vor allem für das Laden von Spielen, Office-Aufgaben und das Kopieren normaler Dateimengen. Ihre Stärke liegt bei kleinen Zugriffen: Mit einer Anfrage las sie 4K-Blöcke in Messungen mit 102 MB/s, während die Acer Predator GM7 und die Samsung 990 EVO Plus im selben Benchmark nur auf 73 bzw. 78 MB/s kamen. Genau solche kleinen Lesezugriffe bestimmen, wie flott sich ein Rechner beim Starten von Programmen und beim Hochfahren anfühlt. Erst beim Dauerschreiben über den Puffer hinaus zeigt sich der Abstand zu TLC-Modellen mit DRAM.

Was 600 TBW bedeuten

600 TBW heißt, dass du innerhalb der Garantie insgesamt 600 Terabyte auf die SSD schreiben darfst. Auf fünf Jahre verteilt sind das rechnerisch rund 330 GB pro Tag. Ein normaler Nutzer schreibt nur einen Bruchteil davon. Für dich ist die Haltbarkeit also praktisch kein Thema, solange du die SSD nicht als Ziel für ständige Videoaufnahmen oder Server-Aufgaben nutzt.

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Bewertung im Detail

Zuverlässigkeit7,6/10
Geschwindigkeit8,2/10
Preis/Leistung8,2/10
Gesamtnote8,0/10

Zuverlässigkeit 7,6: 600 TBW sind für QLC hoch, fünf Jahre Garantie gibt es dazu. Abzug für den QLC-Speicher, der grundsätzlich weniger Schreibzyklen verträgt.

Geschwindigkeit 8,2: Spitzenklasse bei Zugriffszeiten und kleinen Dateien. Nach dem großen Puffer aber nur rund 600 MB/s.

Preis-Leistung 8,2: Viel Leistung, gute Software und lange Garantie zu einem fairen Preis.

Fazit: WD Blue SN5100 1TB

Sehr gut
8,0

Die WD Blue SN5100 1TB beweist, dass QLC-Speicher im Alltag kein Nachteil sein muss. Sie reagiert sehr schnell, bleibt kühl und sparsam und bietet einen großen Puffer. Nur beim Schreiben sehr großer Datenmengen am Stück fällt sie deutlich ab. Für Spieler, Notebook-Nutzer und den normalen Alltag ist sie eine sehr gute Wahl.

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Alternativen zur WD Blue SN5100 1TB

ModellWD_BLACK SN7100 1TB – interne SSD, ProduktfotoWD_BLACK SN7100 1TBBei Amazon* (Werbelink) – WD_BLACK SN7100 1TBCrucial MX500 1TB – interne SSD, ProduktfotoCrucial MX500 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Crucial MX500 1TBCrucial P3 Plus 1TB – interne SSD, ProduktfotoCrucial P3 Plus 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Crucial P3 Plus 1TBWD_BLACK SN850X 1TB – interne SSD, ProduktfotoWD_BLACK SN850X 1TBBei Amazon* (Werbelink) – WD_BLACK SN850X 1TB
Kapazität1 TB1 TB1 TB1 TB
FormfaktorM.2 22802,5M.2 2280M.2 2280
SchnittstellePCIe 4.0 x4SATAPCIe 4.0 x4PCIe 4.0 x4
Lesen7.250 MB/s560 MB/s5.000 MB/s7.300 MB/s
Schreiben6.900 MB/s510 MB/s3.600 MB/s6.300 MB/s
TBW600 TB360 TB220 TB600 TB
DRAM-Cachenein–nein–
NANDTLCTLCQLCTLC
Garantie5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre

Grün = gut, Rot = schwach, Schwarz = neutral (Herstellerangaben/Messwerte). * Werbelink

Wer viel am Stück schreibt, schaut sich die Samsung 990 EVO Plus oder die Acer Predator GM7 an, beide mit TLC-Speicher und besserem Tempo nach dem Puffer. Mit DRAM und noch mehr Ausdauer arbeiten die WD_BLACK SN850X und die Samsung 990 PRO. Ebenfalls mit QLC und großem Puffer ist die Lexar EQ790 eine Alternative.

Häufige Fragen zur WD Blue SN5100 1TB

Nutzt die SN5100 TLC- oder QLC-Speicher?

Alle Größen der SN5100 nutzen QLC-Speicher der Generation BiCS8. Bei der Vorgängerin SN5000 hatte nur die 4-TB-Version QLC.

Hat die SN5100 einen DRAM-Cache?

Nein. Sie nutzt HMB, also einen kleinen Teil des Arbeitsspeichers deines PCs.

Wie schnell schreibt sie nach dem Puffer?

In Messungen war der Puffer rund 240 GB groß. Über eine 400-GB-Datei gerechnet schrieb sie im Schnitt mit 605 MB/s.

Braucht sie einen Kühlkörper?

In Messungen lief die 2-TB-Version ohne Kühler ungedrosselt. Für die 1-TB-Version liegen keine Temperaturwerte vor.

Welche Software gibt es?

Acronis True Image für SanDisk zum Umziehen deines Systems und das SanDisk Dashboard für Firmware-Updates und Zustandsanzeige.

Wie lange gilt die Garantie?

Fünf Jahre begrenzte Garantie, die Endurance liegt bei 600 TBW.

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