WD_BLACK SN7100 1TB im Test: Bewertung, Vor- und Nachteile

WD_BLACK SN7100 1TB – Produktfoto
8,9
UrteilSehr gutNote 8,9 von 10

Die SN7100 1TB setzt auf den Polaris-3-Controller von SanDisk und TLC-Speicher mit 218 Lagen. Sie liest mit bis zu 7.250 MB/s und schreibt mit bis zu 6.900 MB/s.

  • Kapazität1 TB
  • FormfaktorM.2 2280, einseitig
  • SchnittstellePCIe 4.0 x4, NVMe 2.0
  • Lesen7.250 MB/s
  • Garantie5 Jahre

Auf einen Blick

Vorteile

  • bis zu 7.250 MB/s Lesen trotz DRAM-loser Bauweise
  • in Messungen sehr sparsam (unter 4 W)
  • großer dynamischer pSLC-Cache, in Messungen rund 330 GB

Nachteile

  • nach dem Cache in Messungen nur rund 500 MB/s
  • kein DRAM-Cache

Technische Daten

Technische Daten: WD_BLACK SN7100 1TB
Modellnummerk. A.
Kapazität1 TB
BauformM.2 2280, einseitig
InterfacePCIe 4.0 x4, NVMe 2.0
Lesen7.250 MB/s
Schreiben6.900 MB/s
ControllerSanDisk Polaris 3
DRAMnein (HMB)
NANDTLC, 218 Lagen
pSLC-Cache (Messungen, leer)ca. 330 GB
Schreiben nach dem Cache (Messungen)ca. 500 MB/s
Leistungsaufnahme (Messungen)max. ca. 3,5–3,7 W sequenziell
Endurance600 TBW
Garantie5 Jahre

Hallo! Du suchst eine schnelle NVMe-SSD mit 1 TB, die nicht viel Strom zieht und auch im Notebook oder Mini-PC kühl bleibt? Die WD_BLACK SN7100 ist eine der interessantesten Kandidatinnen. Sie verzichtet auf DRAM, erreicht laut Datenblatt aber trotzdem fast das Niveau teurer Spitzenmodelle.

Im Mittelpunkt dieses Tests steht die Frage, wie gut sich die 1-TB-Version für Notebooks, kompakte Rechner und den Einstieg ins Gaming eignet, wo Effizienz und Wärme oft wichtiger sind als absolute Spitzenwerte.

In Messungen blieb sie unter 4 W und kühl. Nach einem großen Cache fällt sie auf rund 500 MB/s, was im Alltag selten auffällt. Gesamtnote: 8,9 von 10.

Verarbeitung

Die SN7100 ist eine einseitig bestückte M.2-2280-Karte. Darauf sitzen nur der Controller und die Speicherchips, ein DRAM-Baustein fehlt. Ein Aufkleber deckt die Bauteile ab, einen Kühlkörper gibt es nicht. Durch die einseitige Bestückung passt sie in flache Notebooks, in denen auf der Unterseite der Karte kein Platz ist.

Der Controller stammt aus der eigenen Entwicklung von SanDisk, der ehemaligen Flash-Sparte von WD. Laut Messungen kommt TLC-Speicher von Kioxia mit 218 Lagen zum Einsatz.

Praxis: Tempo im Benchmark

In Messungen erreichte die 1-TB-Version beim sequenziellen Lesen rund 7.380 MB/s und beim Schreiben etwa 6.940 MB/s, also leicht über den Herstellerangaben. Auch beim Lesen der gesamten Kapazität am Stück lag der Durchschnitt bei rund 7.385 MB/s. Damit spielt sie in der Liga deutlich teurerer Modelle mit DRAM.

Bei zufälligen Zugriffen mit einer Warteschlange von 1, die für das Gefühl der Schnelligkeit in Windows wichtig sind, wurden rund 25.300 IOPS gemessen. Ein Spitzenwert für eine SSD ohne DRAM.

Praxis: Der Cache und was danach kommt

Die SN7100 nutzt einen dynamischen pSLC-Cache. In Messungen umfasste er bei leerer 1-TB-SSD rund 330 GB, etwa ein Drittel des freien Platzes plus eine kleine versteckte Reserve. Innerhalb dieses Bereichs schreibt sie mit 6 bis 7 GB/s. Ist der Cache voll, fällt die Rate auf rund 500 MB/s, also SATA-Niveau. Eine Messung sah nach dem Cache noch etwa zwei Minuten lang rund 1.800 MB/s, bevor die Rate sank.

Wichtiger für den Alltag: Auch mit Daten belegt, bleiben in Messungen meist über 100 GB Cache übrig. Nach einer Pause wird er schnell wieder frei, nach etwa zehn Minuten standen erneut 50 bis 100 GB bereit. Beim Befüllen der ganzen SSD lag der Schnitt bei rund 829 MB/s in einer Messung.

DRAM-los: Was das bedeutet

Ohne eigenen DRAM nutzt die SN7100 einen kleinen Teil des Arbeitsspeichers deines Rechners als Zuordnungstabelle. Dieses Verfahren heißt Host Memory Buffer, kurz HMB. Früher galten solche SSDs als langsamer bei zufälligen Zugriffen. Moderne Controller wie der Polaris 3 gleichen das weitgehend aus, wie die guten Zufallswerte zeigen. Der Vorteil: weniger Bauteile, weniger Strom, weniger Wärme.

Praxis: Im Notebook und Mini-PC

In Notebooks und Mini-PCs ist die Kühlung oft knapp, und jedes Watt zählt für den Akku. Hier spielt die SN7100 ihre größte Stärke aus. In Messungen lag die Leistungsaufnahme auch bei maximalem sequenziellem Durchsatz bei nur 3,5 bis 3,7 W, die Spitze unter 4 W. Bei zufälligen Zugriffen waren es etwa 1,3 W. Viele andere PCIe-4.0-SSDs liegen deutlich darüber.

Ob dein Notebook einen M.2-2280-Slot mit PCIe 4.0 hat, siehst du im Handbuch. In einem PCIe-3.0-Slot läuft die SSD ebenfalls, dann aber mit höchstens rund 3.500 MB/s.

Praxis: Gaming und PS5

Für Spiele ist die SN7100 1TB sehr gut geeignet. WD bietet in der Software WD_BLACK Dashboard einen Spielemodus an. Mit 1 TB passen allerdings nur eine Handvoll großer aktueller Titel drauf, für eine große Bibliothek ist die 2-TB-Version besser.

In der PS5 erfüllt sie mit 7.250 MB/s die Anforderung von mindestens 5.500 MB/s deutlich. Sony verlangt aber einen Kühlkörper. Da die SN7100 ohne geliefert wird, musst du einen passenden flachen Kühler nachrüsten.

Lautlosigkeit, Temperatur und Drosselung

Die SSD ist lautlos. Bei den Temperaturen überzeugt sie: Unter dem Mainboard-Kühler stieg sie in einer Messung während eines Benchmark-Durchlaufs auf höchstens 48 °C. Nach dem Lesen der gesamten Kapazität waren es 44 °C, nach dem vollständigen Beschreiben 53 °C. Eine andere Messung nach mehreren Tests in Folge ergab maximal 59 °C. Drosselung wurde in diesen Messungen nicht berichtet. Werte ohne Kühler: k. A. Dank der geringen Leistungsaufnahme dürfte sie in normal belüfteten Notebooks aber wenig Probleme haben.

Haltbarkeit

WD nennt für die 1-TB-Version 600 TBW und fünf Jahre Garantie. Bei 30 GB pro Tag, was für einen Spiele- und Arbeitsrechner schon recht viel ist, reicht das rechnerisch für über 50 Jahre. Die Garantie ist also der eigentliche Rahmen.

Im Vergleich zur Vorgängerin SN770

Die SN7100 folgt auf die SN770, die bereits als sparsame DRAM-lose SSD bekannt war. Die neue Generation legt beim Tempo kräftig zu: Statt rund 5 GB/s erreicht sie über 7 GB/s und damit die Grenze von PCIe 4.0. Laut Messungen ist sie dabei sogar noch effizienter geworden. Wer von einer SN770 kommt, bekommt also mehr Leistung bei gleicher oder geringerer Wärme. Lohnend ist der Umstieg aber vor allem, wenn du ohnehin mehr Platz brauchst.

Einbau: Schritt für Schritt

Im Desktop-PC findest du den M.2-Slot meist unter einer Abdeckung auf dem Mainboard, die zugleich als Kühler dient. Schraube sie ab, entferne die Schutzfolie vom Wärmeleitpad, setze die SSD schräg in den Slot und drücke sie nach unten. Dann fixierst du sie mit der Schraube oder dem Schnellverschluss und setzt den Kühler wieder auf.

Im Notebook öffnest du die Bodenplatte. Achte darauf, ob der Hersteller ein Wärmeleitpad oder eine Kupferfolie vorgesehen hat, und übertrage sie auf die neue SSD. Danach initialisierst du das Laufwerk unter Windows oder installierst das System neu.

Software: WD_BLACK Dashboard

Mit dem WD_BLACK Dashboard prüfst du den Zustand der SSD, spielst Firmware-Updates ein und aktivierst den Spielemodus. Das Tool zeigt auch die Temperatur und die bisher geschriebene Datenmenge. Ein Klon-Programm ist darin nicht enthalten. Für den Umzug eines bestehenden Systems brauchst du eine separate Software.

Alltag: Wann der Cache überhaupt voll wird

Ein großes Spiel mit 150 GB landet komplett im schnellen Cache, solange die SSD nicht fast voll ist. Auch Videoprojekte, Fotoimporte oder Updates überschreiten die Grenze kaum. Zum Problem wird der Abfall auf 500 MB/s nur, wenn du regelmäßig mehrere Hundert Gigabyte am Stück kopierst, zum Beispiel beim Spiegeln ganzer Laufwerke. Dann bist du mit einer SSD mit DRAM und schnellerem TLC-Direktschreiben besser bedient.

Wichtig bei fast voller SSD

Da der Cache von freiem Platz abhängt, solltest du die 1-TB-Version nicht bis zum Rand füllen. Bei 90 Prozent Belegung bleibt nur noch wenig Cache übrig, und große Kopien werden früher langsam. Plane daher etwas Reserve ein, oder greif gleich zur größeren Version, wenn du absehbar viele Spiele installierst.

1 TB oder 2 TB?

Die 1-TB-Version ist ideal als Systemlaufwerk in Notebooks und als günstiger Einstieg. Sie bietet dieselbe Lesegeschwindigkeit wie die 2-TB-Version. Unterschiede gibt es bei der TBW, die bei 2 TB doppelt so hoch ist, und nach dem Cache: In Messungen schrieb die größere Version danach mit rund 700 MB/s etwas schneller. Für reine Büro- und Alltagsrechner fällt das kaum ins Gewicht, für Spieler mit großer Bibliothek spricht es eher für 2 TB.

Für ein Notebook mit nur einem M.2-Slot lohnt sich der Blick auf die Zukunft: Ein späteres Aufrüsten ist dort aufwendiger, weil du das System umziehen musst.

Ein zweiter freier Slot im Desktop-PC macht das dagegen sehr einfach.

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Bewertung im Detail

Zuverlässigkeit8,7/10
Geschwindigkeit8,9/10
Preis/Leistung9,0/10
Gesamtnote8,9/10

Zuverlässigkeit 8,7: Fünf Jahre Garantie und 600 TBW, ausgereifter Controller. Ohne DRAM etwas weniger Reserve als Spitzenmodelle.

Geschwindigkeit 8,9: Fast Spitzenniveau mit über 7 GB/s und sehr guten Zufallswerten, nach dem großen Cache aber nur SATA-Tempo.

Preis-Leistung 9,0: Sehr starkes Gesamtpaket für die Klasse, besonders durch die Effizienz.

Fazit: WD_BLACK SN7100 1TB

Sehr gut
8,9

Die WD_BLACK SN7100 1TB zeigt, dass eine SSD ohne DRAM kaum Abstriche machen muss. Sie ist schnell, extrem sparsam und bleibt kühl. Damit eignet sie sich besonders für Notebooks, Mini-PCs und Einsteiger-Gaming-PCs. Nur bei sehr großen Kopien jenseits des Caches wird sie langsam.

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Alternativen zur WD_BLACK SN7100 1TB

ModellIm TestWD_BLACK SN7100 1TB – interne SSD, ProduktfotoWD_BLACK SN7100 1TBBei Amazon* (Werbelink) – WD_BLACK SN7100 1TBCrucial MX500 1TB – interne SSD, ProduktfotoCrucial MX500 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Crucial MX500 1TBCrucial P3 Plus 1TB – interne SSD, ProduktfotoCrucial P3 Plus 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Crucial P3 Plus 1TBWD_BLACK SN850X 1TB – interne SSD, ProduktfotoWD_BLACK SN850X 1TBBei Amazon* (Werbelink) – WD_BLACK SN850X 1TBSamsung 870 EVO 1TB – interne SSD, ProduktfotoSamsung 870 EVO 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Samsung 870 EVO 1TB
Kapazität1 TB1 TB1 TB1 TB1 TB
FormfaktorM.2 22802,5M.2 2280M.2 22802,5
SchnittstellePCIe 4.0 x4SATAPCIe 4.0 x4PCIe 4.0 x4SATA
Lesen7.250 MB/s560 MB/s5.000 MB/s7.300 MB/s560 MB/s
Schreiben6.900 MB/s510 MB/s3.600 MB/s6.300 MB/s530 MB/s
TBW600 TB360 TB220 TB600 TB600 TB
DRAM-Cachenein–nein–ja
NANDTLCTLCQLCTLCTLC
Garantie5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre

Grün = gut, Rot = schwach, Schwarz = neutral (Herstellerangaben/Messwerte). * Werbelink

Mit mehr Platz und etwas höherer Rate nach dem Cache gibt es die SN7100 2TB. Wer eine SSD mit DRAM bevorzugt, findet in der WD Black SN850X 1TB eine bewährte Alternative. Etwas günstiger, aber langsamer, ist die Crucial P310.

Häufige Fragen zur WD_BLACK SN7100 1TB

Hat die SN7100 einen DRAM-Cache?

Nein, sie nutzt Host Memory Buffer, also einen kleinen Teil des Arbeitsspeichers.

Wie groß ist der SLC-Cache der 1-TB-Version?

In Messungen bei leerer SSD rund 330 GB, er schrumpft mit dem Füllstand.

Eignet sich die SN7100 1TB für die PS5?

Ja, mit nachgerüstetem Kühlkörper. Die Geschwindigkeit liegt deutlich über den geforderten 5.500 MB/s.

Wird die SN7100 im Notebook heiß?

In Messungen blieb sie mit Kühler unter 60 °C und brauchte unter 4 W. Werte ohne Kühler: k. A.

Wie schnell ist sie nach dem Cache?

In Messungen rund 500 MB/s.

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