Crucial BX500 1TB im Test: Bewertung, Vor- und Nachteile

Crucial BX500 1TB – Produktfoto
6,3
UrteilBefriedigendNote 6,3 von 10

Die Crucial BX500 1TB ist eine SATA-SSD ohne DRAM mit Silicon-Motion-Controller. Crucial nennt bis zu 540 MB/s beim Lesen und 500 MB/s beim Schreiben.

  • Kapazität1 TB
  • Formfaktor2,5 Zoll
  • SchnittstelleSATA 6 Gb/s
  • Lesen540 MB/s
  • Garantie3 Jahre

Auf einen Blick

Vorteile

  • viel Speicher für wenig Geld
  • im Alltag flott genug für Office und Surfen
  • 360 TBW

Nachteile

  • kein DRAM
  • nach dem Puffer in Messungen nur rund 52 MB/s, im Tiefpunkt 16 MB/s

Technische Daten

Technische Daten: Crucial BX500 1TB
ModellnummerCT1000BX500SSD1
Kapazität1 TB
Bauform2,5 Zoll
InterfaceSATA 6 Gb/s
Lesen540 MB/s
Schreiben500 MB/s
ControllerSilicon Motion SM2259XT (4 Kanäle)
DRAMnein
NANDMicron 3D NAND, je nach Charge TLC oder QLC
Pufferdynamischer SLC-Puffer, Größe laut Hersteller k. A.
Leistungsaufnahmek. A.
Endurance360 TBW
MTBF1,5 Millionen Stunden
Garantie3 Jahre

Hallo! Die Crucial BX500 ist eine der meistverkauften SSDs überhaupt. Der Grund ist einfach: Sie bietet ein Terabyte Speicher für sehr wenig Geld und macht jeden alten Rechner mit Festplatte spürbar schneller.

Doch eine SSD ist nicht gleich SSD. In diesem Test erfährst du, wo die BX500 1TB im Alltag überzeugt und wo ihre deutlichen Grenzen liegen, besonders beim Schreiben großer Datenmengen.

In aktuellen Exemplaren steckt laut Messungen QLC-Speicher. Solange der Puffer reicht, schreibt sie mit rund 460 MB/s. Danach fällt das Tempo in Messungen auf rund 52 MB/s und schließlich auf 16 MB/s. Für Office und Surfen reicht das, für große Kopien nicht. Gesamtnote: 6,3 von 10.

Verarbeitung

Das 2,5-Zoll-Gehäuse ist 7 mm hoch und sehr leicht. Die Oberseite besteht aus Kunststoff, die Unterseite aus Metall. Laut einer Messung leiten Wärmeleitpads die Wärme der Speicherchips an die Metallseite ab, ein sinnvolles Detail, das bei vielen Billig-SSDs fehlt. Innen sitzt eine kleine, einseitig bestückte Platine mit dem Controller und zwei Speicherchips. Einen DRAM-Baustein gibt es nicht.

Wichtiger ist etwas anderes: Crucial legt sich nicht auf feste Bauteile fest. Über die Jahre gab es die BX500 mit verschiedenen Speichergenerationen von Micron, anfangs mit TLC, später mit QLC. Ein aktuelles Exemplar von 2025 enthielt in einer Messung eine neuere Version des Controllers und QLC-Speicher mit 176 Lagen. Du weißt beim Kauf also nicht genau, welche Version du bekommst.

Crucial BX500 1TB: weitere Produktansicht

Praxis: Im Alltag

Für Windows, Office, Browser und E-Mails fühlt sich die BX500 schnell an. Im Vergleich zu einer Festplatte startet der Rechner in einem Bruchteil der Zeit, Programme öffnen sich ohne Wartezeit. Ältere Exemplare lagen in einer Messung vereinzelt sogar vor Crucials MX500 mit DRAM. Bei einem aktuellen QLC-Exemplar sah es in Messungen schlechter aus, dazu mehr weiter unten. Solange du keine großen Datenmengen auf einmal schreibst, merkst du von den Einschränkungen wenig.

Praxis: Schreiben großer Datenmengen

Hier zeigt sich die große Schwäche. Die BX500 nutzt einen Teil ihres Speichers als schnellen SLC-Puffer. Bei leerer SSD reicht er in einer Messung an einem aktuellen Exemplar für rund 80 bis 90 GB. In dieser Phase schreibt sie mit durchschnittlich 463 MB/s. Danach folgt ein langer Mischbetrieb mit rund 52 MB/s. Wird noch mehr geschrieben, sinkt das Tempo auf nur noch 16 MB/s, so langsam wie eine billige Speicherkarte.

In 15 Minuten Dauerschreiben schaffte die BX500 1TB in dieser Messung nur rund 138 GB. Eine günstige NVMe-SSD mit QLC schaffte im selben Test etwa das Dreifache.

Ist die SSD weitgehend voll, wird es noch schlimmer. Mit nur 10 Prozent freiem Platz hielt der Puffer in einer Messung nur noch etwa 30 GB, danach fiel das Tempo zeitweise unter 1 MB/s. Auch die Erholung des Puffers dauert lange, weil die SSD die Daten erst in den langsameren Speicher umschichten muss.

Ältere Exemplare mit TLC-Speicher schrieben nach dem Puffer in einer anderen Messung mit durchschnittlich rund 85 MB/s. Bei einer 2-TB-Version mit QLC fiel das Tempo nach rund 140 GB zeitweise auf 40 MB/s und während Aufräumarbeiten sogar auf 10 MB/s.

Lautlosigkeit, Temperatur und Drosselung

Die BX500 ist geräuschlos, und in diesem Punkt ist sie vorbildlich. Bei 10 Minuten Dauerschreiben ohne jeden Luftstrom stieg der Sensorwert in einer Messung auf nur 50 °C. Die Wärmebildkamera zeigte am Controller 54 bis 55 °C, an den Speicherchips 45 bis 49 °C. Eine Drosselung trat nicht auf. Der Sensor zeigt etwa 2 bis 3 °C weniger an als die tatsächliche Oberfläche. Ihre Einbrüche kommen also nicht von der Wärme, sondern vom vollen Puffer. Angaben zur Leistungsaufnahme macht Crucial nicht (k. A.).

Zufallszugriffe und Reaktionszeit

Sequenziell erreichte das aktuelle Exemplar in Messungen rund 548 MB/s beim Lesen und 518 MB/s beim Schreiben, also sogar etwas mehr als angegeben. Bei kleinen 4-KB-Zugriffen sieht es anders aus: Die Reaktionszeit lag bei rund 116 Mikrosekunden, einer der schlechtesten Werte im Vergleich. Mit einer großen Testdatei von 64 GB sanken die kleinen Zufallszugriffe deutlich, ein typisches Verhalten von SSDs ohne DRAM. Bei SATA-SSDs gibt es auch keinen Ersatz über den Arbeitsspeicher des PCs, wie ihn NVMe-SSDs ohne DRAM nutzen.

Spiele und Programme

Für Spiele ist die BX500 nur eine Notlösung. In einer Messung lud ein Online-Rollenspiel in 10,81 Sekunden, etwa 1,7-mal so lange wie der Durchschnitt aller dort getesteten SSDs. In einem Systembenchmark mit Office, Adobe-Programmen, Spielen und Kopiervorgängen erreichte sie bei leerer SSD 681 Punkte, mit nur 10 Prozent freiem Platz noch 403 Punkte. Das ist ein Einbruch um rund 41 Prozent. Bei Office und Dateikopien betrug der Rückgang über 50 Prozent.

Für dich heißt das: Fülle die BX500 möglichst nicht bis zum Rand. Als Spiele-SSD eignet sich eine NVMe-SSD oder eine SATA-SSD mit DRAM deutlich besser.

Kopieren in der Praxis

Bei echten Kopiervorgängen zeigte sich in Messungen das gleiche Bild: Ein Spieleordner mit 85 GB und ein Fotoordner mit 113 GB liefen noch recht zügig, weil der Puffer sie weitgehend aufnahm. Zwei große ZIP-Archive mit zusammen 256 GB dauerten dagegen am längsten von allen getesteten SSDs. Beim Lesen erreichte sie dagegen oft fast das Limit der SATA-Schnittstelle.

Einbau

Im Notebook ersetzt du die alte 2,5-Zoll-Festplatte einfach durch die BX500. Im Desktop brauchst du ein SATA-Datenkabel und einen Stromanschluss vom Netzteil. Nach dem Formatieren stehen dir rund 931 GB zur Verfügung. Laut einer Messung hält die SSD etwa 9 Prozent ihres Speichers als Reserve zurück. Die SSD unterstützt TRIM und DevSleep, was im Notebook den Stromverbrauch im Ruhezustand senken kann.

Haltbarkeit

Crucial gibt 360 TBW an. Bei 50 GB pro Tag würde das rechnerisch fast 20 Jahre reichen. Die Garantie endet aber nach drei Jahren, viele Konkurrenten bieten fünf. Crucial nennt eine mittlere Betriebsdauer von 1,5 Millionen Stunden.

Welche Version hast du?

Weil Crucial die Bauteile über die Jahre gewechselt hat, kann sich deine BX500 anders verhalten als die hier beschriebene. Das getestete aktuelle Exemplar meldete die Firmware M6CR060 und enthielt Micron-QLC mit 176 Lagen. Ältere Versionen nutzten TLC-Speicher mit 64 oder 96 Lagen und teils vier statt zwei Speicherchips. Mit einem Diagnoseprogramm wie CrystalDiskInfo oder Crucials eigener Software Storage Executive kannst du nach dem Einbau zumindest Firmware und Zustand auslesen. Welcher Speicher genau verbaut ist, verrät dir das Programm aber meist nicht.

Für wen sie passt und für wen nicht

Gut geeignet ist die BX500 1TB, wenn du einem alten Notebook mit Festplatte neues Leben einhauchen willst und darauf vor allem Windows, Office und den Browser nutzt. Auch als Laufwerk für Dokumente und Fotos, die einmal kopiert und dann nur noch gelesen werden, macht sie ihren Job.

Weniger geeignet ist sie für einen Gaming-PC mit vielen großen Downloads, für Videoschnitt, als Ziel für regelmäßige Backups oder für eine SSD, die fast voll betrieben wird. In all diesen Fällen bremst der kleine Puffer mit dem langsamen QLC-Speicher dahinter spürbar.

Tipps für den Alltag

Lass mindestens 15 bis 20 Prozent frei, damit der Puffer groß bleibt. Kopiere große Datenmengen lieber in mehreren Etappen mit Pausen dazwischen, damit sich der Puffer erholen kann.

Prüfe außerdem, ob im BIOS der AHCI-Modus aktiv ist und Windows die SSD als solche erkennt. Dann läuft TRIM automatisch, und die SSD kann gelöschte Bereiche frühzeitig wieder freigeben. Das hilft gerade bei einer SSD ohne DRAM, das Tempo über längere Zeit stabil zu halten.

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Bewertung im Detail

Zuverlässigkeit6,8/10
Geschwindigkeit5,0/10
Preis/Leistung7,4/10
Gesamtnote6,3/10

Zuverlässigkeit 6,8: 360 TBW sind ordentlich, die Garantie mit drei Jahren aber kurz. Wechselnde Bauteile machen die Leistung schwer vorhersehbar.

Geschwindigkeit 5,0: Im Alltag ausreichend, nach dem Puffer in Messungen extrem langsam.

Preis-Leistung 7,4: Günstig für ein Terabyte. Wer regelmäßig große Daten schreibt, zahlt mit Wartezeit.

Fazit: Crucial BX500 1TB

Befriedigend
6,3

Die Crucial BX500 1TB ist eine brauchbare SSD für alte Notebooks und Büro-PCs, in denen vor allem gelesen wird. Sie ersetzt eine Festplatte spürbar schneller und kostet wenig. Für große Kopien, Spiele-Downloads am Stück oder Backups ist sie wegen des starken Tempoeinbruchs nach dem Puffer schlecht geeignet. Und lass immer genug Platz frei.

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Alternativen zur Crucial BX500 1TB

ModellCrucial MX500 1TB – interne SSD, ProduktfotoCrucial MX500 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Crucial MX500 1TBSamsung 870 EVO 1TB – interne SSD, ProduktfotoSamsung 870 EVO 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Samsung 870 EVO 1TBWD_BLACK SN7100 1TB – interne SSD, ProduktfotoWD_BLACK SN7100 1TBBei Amazon* (Werbelink) – WD_BLACK SN7100 1TBCrucial P3 Plus 1TB – interne SSD, ProduktfotoCrucial P3 Plus 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Crucial P3 Plus 1TB
Kapazität1 TB1 TB1 TB1 TB
Formfaktor2,52,5M.2 2280M.2 2280
SchnittstelleSATASATAPCIe 4.0 x4PCIe 4.0 x4
Lesen560 MB/s560 MB/s7.250 MB/s5.000 MB/s
Schreiben510 MB/s530 MB/s6.900 MB/s3.600 MB/s
TBW360 TB600 TB600 TB220 TB
DRAM-Cache–janeinnein
NANDTLCTLCTLCQLC
Garantie5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre

Grün = gut, Rot = schwach, Schwarz = neutral (Herstellerangaben/Messwerte). * Werbelink

Mit DRAM und deutlich besserem Schreibtempo nach dem Puffer arbeitet die Crucial MX500 1TB. Noch beständiger ist die Samsung 870 EVO 1TB mit fünf Jahren Garantie. Wenn dein Rechner einen M.2-Slot hat, ist eine günstige NVMe-SSD wie die Crucial P310 schneller.

Häufige Fragen zur Crucial BX500 1TB

Hat die BX500 1TB DRAM?

Nein. Sie arbeitet ohne DRAM mit dem Controller SM2259XT.

Wie schnell schreibt sie nach dem Puffer?

Ein aktuelles Exemplar schrieb in Messungen danach mit rund 52 MB/s, im Tiefpunkt mit 16 MB/s.

Ist in der BX500 QLC-Speicher?

Je nach Charge. Aktuelle Exemplare enthielten in Messungen QLC, ältere TLC.

Wie haltbar ist sie?

Crucial nennt 360 TBW und drei Jahre Garantie.

Für wen eignet sich die BX500?

Für Office-PCs und alte Notebooks, die vor allem lesen und selten große Datenmengen schreiben.

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