
Die P3 Plus 1TB kombiniert den Phison E21T ohne DRAM mit Microns QLC-Speicher mit 176 Lagen. Sie liest mit bis zu 5.000 MB/s und schreibt mit bis zu 3.600 MB/s.
- Kapazität1 TB
- FormfaktorM.2 2280, einseitig
- SchnittstellePCIe 4.0 x4, NVMe 1.4
- Lesen5.000 MB/s
- Garantie5 Jahre
Auf einen Blick
Vorteile
- 5 Jahre Garantie
- großer schneller Bereich bei leerer SSD
- einseitig bestückt, gut für Notebooks
Nachteile
- nach dem Puffer unter 100 MB/s
- Puffer erholte sich in einer Messung nicht
Technische Daten
| Modellnummer | CT1000P3PSSD8 |
|---|---|
| Kapazität | 1 TB |
| Bauform | M.2 2280, einseitig |
| Interface | PCIe 4.0 x4, NVMe 1.4 |
| Lesen | 5.000 MB/s |
| Schreiben | 3.600 MB/s |
| Controller | Phison E21T |
| NAND | Micron QLC, 176 Lagen |
| DRAM | keiner (HMB) |
| Puffer (leer, gemessen) | ca. 250 GB |
| Schreiben nach dem Puffer (gemessen) | ca. 70–95 MB/s |
| Endurance | 220 TBW |
| Garantie | 5 Jahre |
| Kühlkörper | nein |
Hallo! Die Crucial P3 Plus war eine der ersten günstigen SSDs, die PCIe 4.0 auch in die Einstiegsklasse brachte. Auf dem Papier klingt sie verlockend: bis zu 5.000 MB/s, fünf Jahre Garantie und ein Name, dem viele vertrauen. Dahinter steckt allerdings QLC-Speicher, und der hat seine Eigenheiten.
In diesem Test der 1-TB-Version erfährst du, wo die P3 Plus glänzt, wo sie schwächelt und für welche Rechner sie trotzdem eine vernünftige Wahl ist. Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: das Verhalten beim Schreiben großer Datenmengen.
Im Alltag reicht das gut. Ist der schnelle Puffer aber verbraucht, fällt sie in Messungen auf 70–95 MB/s, also unter das Niveau vieler Festplatten. Für Spiele und Office in Ordnung, für große Datenmengen ungeeignet. Gesamtnote: 7,2 von 10.
Verarbeitung und Aufbau
Die P3 Plus ist eine schlichte, einseitig bestückte Platine. In der Mitte sitzt der Phison E21T, daneben nur zwei Speicherbausteine mit Microns QLC. Einen DRAM-Chip gibt es nicht. Die einseitige Bestückung ist ein Vorteil für flache Notebooks und Mini-PCs, in denen unter der SSD wenig Platz bleibt.
Interessant: Die P3 Plus ist technisch fast identisch mit der günstigeren Crucial P3. Beide nutzen denselben Controller und denselben Speicher. Die P3 ist per Firmware auf PCIe 3.0 beschränkt und kommt auf höchstens 3.500 MB/s. Ohne Etikett lassen sich die beiden kaum unterscheiden. Mit der P3 Plus bekommst du also das volle Tempo des Controllers, aber keinen anderen Speicher.
Praxis: Im Alltag unauffällig flott
Für typische Aufgaben ist die P3 Plus schnell genug. In Messungen erreichte sie auch bei etwa halb belegter SSD die Herstellerwerte von über 5.000 MB/s beim Lesen und über 3.600 MB/s beim Schreiben. Windows startet zügig, Programme öffnen sich ohne Verzögerung, und Spiele laden spürbar schneller als von einer SATA-SSD.
In anwendungsnahen Benchmarks mit Workstation-Lasten landete sie im Mittelfeld. Sie fiel in keiner Einzeldisziplin komplett durch, glänzte aber auch nirgends. Wer seinen Rechner zum Surfen, Arbeiten und Spielen nutzt, wird im Alltag keinen großen Unterschied zu teureren Modellen spüren.
Praxis: Der Puffer als Achillesferse
Hier liegt die größte Schwäche. Bei leerer SSD lassen sich in Messungen rund 250 GB, also etwa ein Viertel der Kapazität, im schnellen Modus schreiben. Danach muss die SSD direkt in den QLC-Modus mit vier Bit pro Zelle schreiben. Die Rate fiel dabei in Messungen auf etwa 70 bis 95 MB/s. Zum Vergleich: Eine gewöhnliche Festplatte schafft oft mehr.
Noch bemerkenswerter: In einer Messreihe erholte sich der schnelle Bereich auch nach langen Pausen und sogar nach dem Formatieren nicht. Die SSD blieb auf dem niedrigen Niveau. Ob das alle Exemplare oder neuere Firmware-Stände betrifft: k. A. Du solltest diesen Punkt aber kennen, bevor du die P3 Plus für große Datenmengen einplanst.
Bei der größeren 2-TB-Version war der Puffer bei leerer SSD in einer Messung mit rund 693 GB deutlich größer. Bei 80 Prozent Belegung blieben davon noch 141 GB übrig. Danach brach die Rate auch dort auf etwa 88 MB/s ein. Das Muster ist also bei allen Größen gleich, nur der schnelle Bereich unterscheidet sich.
Was heißt das konkret? Beispiele aus dem Alltag
Rund 250 GB schneller Puffer klingen abstrakt. Praktisch passt da eine Menge hinein: Ein großes aktuelles Spiel belegt oft 100 bis 150 GB, eine Fotobibliothek eines Jahres vielleicht 50 bis 100 GB. Solche Mengen schreibt die P3 Plus bei leerer SSD in einem Rutsch mit hohem Tempo.
Anders sieht es aus, wenn du zum Beispiel eine komplette alte Festplatte mit 600 GB Daten auf die neue SSD kopierst. Die ersten 250 GB laufen schnell, der Rest kriecht mit unter 100 MB/s. Für die verbleibenden 350 GB brauchst du dann rechnerisch rund eine Stunde. Bei einer TLC-SSD wäre derselbe Vorgang in einem Bruchteil der Zeit erledigt.
Unser Tipp: Lass mindestens 20 bis 25 Prozent der SSD frei. Je voller sie ist, desto kleiner wird der schnelle Bereich. Plane große Kopieraktionen am besten einmalig ein, etwa beim Umzug, und lass die SSD danach überwiegend für Lesezugriffe arbeiten.
Einbau und Systemumzug
Der Einbau dauert nur wenige Minuten. Schalte den Rechner aus, trenne ihn vom Strom und entlade dich kurz an einem Heizkörper oder Gehäuseteil. Dann steckst du die SSD schräg in den M.2-Slot, drückst sie flach und ziehst die Halteschraube an. In Notebooks löst du vorher die Bodenplatte. Weil die P3 Plus einseitig bestückt ist, passt sie auch in sehr flache Geräte.
Wenn du dein System übertragen willst, ist der Klonvorgang ein typischer Fall für viel Schreiblast auf einmal. Bei einer kleinen Windows-Installation mit 100 bis 200 GB bleibst du im schnellen Bereich. Bei mehr Daten lohnt es sich, nur das System zu klonen und persönliche Dateien später in Etappen zu kopieren. Ob Crucial eine eigene Klon-Software beilegt: k. A.
Nach dem Einbau prüfst du im BIOS, ob die SSD erkannt wird, und richtest sie in der Datenträgerverwaltung ein. Mit dem Herstellerprogramm kannst du den Gesundheitszustand und die geschriebene Datenmenge im Blick behalten.
Lautlosigkeit, Temperatur und Drosselung
Die P3 Plus arbeitet geräuschlos. In einer Messung erreichte die 1-TB-Version höchstens 62 °C, ein Kühlkörper war dort nicht nötig. Eine andere Messung bei etwa halber Belegung ergab maximal rund 50 °C.
Unter dauerhafter Volllast kann es aber eng werden. In einem weiteren Test erreichte die P3 Plus nach 238 Sekunden die Grenze von 75 °C und drosselte kurzzeitig auf 50 MB/s. Solche Lasten sind im Alltag selten. Wenn dein Mainboard einen M.2-Kühler mitbringt, nutze ihn trotzdem.
Auch beim Stromverbrauch gibt es wenig zu meckern. Der E21T ist ein sparsamer Controller, der ursprünglich für mobile Geräte entwickelt wurde. Genaue Messwerte zur Leistungsaufnahme der 1-TB-Version im Leerlauf: k. A. Für Notebooks ist die Kombination aus einseitiger Platine und genügsamem Controller trotzdem ein Pluspunkt.
Haltbarkeit und Garantie
Crucial gibt fünf Jahre Garantie, begrenzt durch 220 TBW. Das ist für eine 1-TB-SSD eher wenig. TLC-Modelle dieser Größe nennen oft 600 TBW und mehr. Im Alltag reicht der Wert trotzdem: Bei 30 GB pro Tag erreichst du die Grenze erst nach etwa 20 Jahren. Ein Nachteil ist er nur, wenn du sehr viel schreibst, und dafür ist die P3 Plus ohnehin nicht gedacht.
Firmware-Updates und SMART-Werte liefert die Crucial Storage Executive. Ob sie für die P3 Plus eine Firmware bereitstellt, die das Pufferverhalten ändert: k. A.
Für wen eignet sich die P3 Plus?
Sinnvoll ist sie als Systemlaufwerk für Office-PCs, als Upgrade für ältere Notebooks mit PCIe-3.0-Slot (die SSD läuft dort mit reduzierter Geschwindigkeit) und als Spielelaufwerk, auf das du Spiele einmal installierst und dann vor allem liest. Weniger geeignet ist sie für Videoschnitt, große Backups, virtuelle Maschinen oder als Ziel für regelmäßige Kopien großer Ordner.
Wenn du nicht sicher bist, wie viel du schreibst: Der Aufpreis zu einer TLC-SSD ist heute oft gering. Er lohnt sich, sobald du mehr als gelegentlich größere Datenmengen bewegst.
PCIe 3.0 oder 4.0: Was bringt dir die P3 Plus?
In einem älteren System mit PCIe 3.0 ist die P3 Plus auf etwa 3.500 MB/s begrenzt, genau wie die P3. Ihren Geschwindigkeitsvorteil spielt sie also nur in einem Rechner mit PCIe-4.0-Slot aus. Im Alltag sind die Unterschiede zwischen beiden Schnittstellen bei dieser SSD allerdings klein, weil die Grenze eher im Speicher als in der Anbindung liegt.
Wenn du die Crucial P3 Plus 1TB kaufen möchtest: Crucial P3 Plus 1TB bei Amazon*.
Fazit: Crucial P3 Plus 1TB
GutDie Crucial P3 Plus 1TB ist eine unspektakuläre, aber brauchbare Einstiegs-SSD. Sie bleibt im Alltag kühl, ist schnell genug für Windows und Spiele und bietet fünf Jahre Garantie. Ihre Schwäche zeigt sich beim Schreiben großer Datenmengen, wo sie auf Festplattentempo oder darunter fällt.
Wenn du sie als Spiele- oder Systemlaufwerk nutzt, machst du wenig falsch: Crucial P3 Plus 1TB bei Amazon*. Für Videos, Backups oder große Projekte greifst du besser zu einer TLC-SSD.
Alternativen zur Crucial P3 Plus 1TB
| Modell | Im Test | Crucial MX500 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Crucial MX500 1TB | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kapazität | 1 TB | 1 TB | 2 TB | 1 TB | 1 TB |
| Formfaktor | M.2 2280 | M.2 2280 | M.2 2280 | M.2 2280 | 2,5 |
| Schnittstelle | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 | SATA |
| Lesen | 5.000 MB/s | 6.000 MB/s | 7.100 MB/s | 7.250 MB/s | 560 MB/s |
| Schreiben | 3.600 MB/s | 4.000 MB/s | 6.000 MB/s | 6.900 MB/s | 510 MB/s |
| TBW | 220 TB | 320 TB | 440 TB | 600 TB | 360 TB |
| DRAM-Cache | nein | nein | nein | nein | – |
| NAND | QLC | – | QLC | TLC | TLC |
| Garantie | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre |
Grün = gut, Rot = schwach, Schwarz = neutral (Herstellerangaben/Messwerte). * Werbelink
Die Crucial P310 2TB ist der modernere Nachfolger mit schnellerem Controller, nutzt aber ebenfalls QLC. Die WD_BLACK SN7100 bietet TLC-Speicher und deutlich höhere Schreibraten nach dem Puffer. Die Kingston NV3 1TB ist ähnlich günstig und im Alltag schneller, hat aber wechselnde Bauteile und nur drei Jahre Garantie.
Häufige Fragen zur Crucial P3 Plus 1TB
Was ist der Unterschied zwischen P3 und P3 Plus?
Beide nutzen denselben Controller und Speicher. Die P3 ist auf PCIe 3.0 begrenzt, die P3 Plus nutzt PCIe 4.0 und ist daher schneller.
Wie schnell schreibt die P3 Plus nach dem Puffer?
In Messungen fiel die Rate auf etwa 70 bis 95 MB/s.
Wie groß ist der schnelle Puffer?
Bei leerer 1-TB-SSD in Messungen etwa 250 GB. Mit zunehmender Belegung schrumpft er.
Ist die P3 Plus für die PS5 geeignet?
Nein, mit 5.000 MB/s liegt sie unter Sonys Mindestempfehlung von 5.500 MB/s.
Braucht die P3 Plus einen Kühlkörper?
Im Alltag nicht. Bei langer Volllast erreichte sie in einer Messung 75 °C und drosselte. Ein Mainboard-Kühler schadet daher nicht.
