
Die 870 EVO 4TB kombiniert den MKX-Controller mit 4 GB LPDDR4 und TLC-Speicher. Sie liest mit bis zu 560 MB/s und schreibt mit bis zu 530 MB/s.
- Kapazität4 TB
- Formfaktor2,5 Zoll, 7 mm
- SchnittstelleSATA 6 Gb/s
- Lesen560 MB/s
- Garantie5 Jahre
Auf einen Blick
Vorteile
- 4 TB im flachen 2,5-Zoll-Format
- in Messungen konstant rund 400 MB/s über die gesamte Kapazität
- 4 GB LPDDR4 als Cache
Nachteile
- in Messungen nur rund 24 GB schneller Puffer
- SATA-Tempo, viel langsamer als NVMe
Technische Daten
| Modellnummer | MZ-77E4T0B |
|---|---|
| Kapazität | 4 TB |
| Bauform | 2,5 Zoll, 7 mm |
| Gewicht | ca. 48 g |
| Interface | SATA 6 Gb/s |
| Lesen | 560 MB/s |
| Schreiben | 530 MB/s |
| TurboWrite-Puffer (Hersteller) | 6–78 GB |
| Schreiben nach dem Puffer (Messungen) | ca. 400 MB/s |
| Controller | Samsung MKX |
| DRAM | 4 GB LPDDR4 |
| NAND | Samsung V-NAND TLC, 128 Lagen |
| Device Sleep | 6,5 mW |
| MTBF | 1,5 Mio. Stunden |
| Endurance | 2.400 TBW |
| Garantie | 5 Jahre |
Hallo! Wenn es um richtig viel Platz geht, denken viele zuerst an Festplatten. Doch es gibt Gründe, warum große SSDs gefragt sind: Sie sind leise, stoßfest und schnell beim Durchsuchen großer Sammlungen. Die Samsung 870 EVO mit 4 TB ist eine der größten SATA-SSDs mit TLC-Speicher und bietet eine besonders hohe Schreibreserve.
In diesem Test geht es darum, wie sich die 4-TB-Version als Archiv, als Ablage für Medien und in Dauerbetrieb-Szenarien wie einem kleinen Heimserver schlägt.
In Messungen fiel die Rate nach rund 24 GB auf etwa 400 MB/s, hielt diesen Wert aber bis die SSD voll war. Mit 2.400 TBW ist sie für große Datenmengen ausgelegt. Gesamtnote: 7,9 von 10.
Verarbeitung
Trotz der vierfachen Kapazität gegenüber der 1-TB-Version bleibt das Gehäuse gleich flach. Mit rund 48 g ist die 4-TB-Version nur minimal schwerer. Der Unterschied steckt auf der Platine: Hier sitzen deutlich mehr Speicherchips und ein DRAM-Baustein mit 4 GB LPDDR4. Diese Ausstattung ist wichtig, denn bei 4 TB muss der Controller eine sehr große Zuordnungstabelle verwalten. Ohne genug DRAM würden zufällige Zugriffe auf einer so großen SSD spürbar leiden.

Praxis: Die gesamte SSD am Stück füllen
Für ein Archivlaufwerk ist eine Frage besonders wichtig: Was passiert, wenn du sehr viele Daten am Stück schreibst? In Messungen startete die 870 EVO 4TB mit rund 480 MB/s, also nahe am Limit der SATA-Schnittstelle. Nach etwa 24 GB war der schnelle Puffer erschöpft und die Rate fiel auf rund 400 MB/s. Bemerkenswert: Dieser Wert hielt bis zum Schluss. Die komplette SSD wurde im Schnitt mit 416 MB/s gefüllt.
Zum Vergleich: Die QLC-Schwester 870 QVO kam im gleichen Szenario nur auf 116 MB/s. Wer also oft große Mengen auf einmal überträgt, ist mit dem TLC-Speicher der EVO klar besser bedient. Rechnerisch dauert ein komplettes Befüllen der 4 TB bei 416 MB/s knapp drei Stunden.
Der Hersteller nennt für die 4-TB-Version zwar einen Puffer von bis zu 78 GB und 530 MB/s danach. In den Messungen fiel beides etwas niedriger aus. Für die Praxis entscheidend ist aber die gleichmäßige Rate ohne weiteren Einbruch.
Praxis: Medienarchiv und Fotosammlung
Auf 4 TB passt eine Fotosammlung aus vielen Jahren samt Raw-Dateien oder eine große Filmsammlung. Der Vorteil gegenüber einer Festplatte zeigt sich beim Suchen und Blättern: Vorschaubilder erscheinen ohne Verzögerung, und Programme wie Bildverwaltungen durchsuchen die Bibliothek viel schneller. Da beim Archiv vor allem gelesen wird, reicht die SATA-Geschwindigkeit hier völlig aus.
Im kleinen Heimserver oder NAS
Viele Heimserver und NAS-Geräte haben 2,5-Zoll-Schächte. Die 870 EVO ist von Samsung für Client-PCs ausgelegt, nicht ausdrücklich für den Dauerbetrieb im NAS. Trotzdem bringt sie mit 2.400 TBW und DRAM gute Voraussetzungen mit. Gerade in einem kleinen Server zu Hause, der Medien verteilt oder Backups annimmt, profitierst du von der Lautlosigkeit und dem geringen Stromverbrauch. Ob dein NAS-Hersteller die SSD in seiner Kompatibilitätsliste führt: k. A. Prüfe das vor dem Kauf.
Bei einem RAID aus mehreren SSDs solltest du bedenken, dass alle Laufwerke ähnlich altern, weil sie gleich viel geschrieben bekommen. Eine regelmäßige Kontrolle der Werte und ein Backup an einem anderen Ort bleiben wichtig.
Die Schreibreserve im Detail
2.400 TBW sind ein Wert, der bei SATA-SSDs selten vorkommt. Zum Vergleich: Viele QLC-SSDs mit gleicher Größe liegen deutlich darunter. Würdest du jeden Tag 500 GB schreiben, was für ein Heimsystem sehr viel ist, wäre die Grenze rechnerisch erst nach gut 13 Jahren erreicht. Für Archive, die eher selten neu beschrieben werden, spielt die TBW praktisch keine Rolle. Spannend wird sie bei Aufnahmen von Überwachungskameras oder bei häufig wechselnden Backups.
Lautlosigkeit, Temperatur und Drosselung
Wie alle SSDs ist die 870 EVO 4TB vollständig lautlos. Gerade gegenüber großen 3,5-Zoll-Festplatten, die beim Zugriff rattern und im Leerlauf rauschen, ist das ein großer Gewinn, etwa wenn der Server im Wohnzimmer steht. Laut Datenblatt nimmt sie beim Lesen etwa 2,2 W und beim Schreiben 2,5 W auf, im Device-Sleep-Modus nur 6,5 mW. Konkrete Temperaturmessungen: k. A. Ein Drosseln wurde in der genannten Dauerschreibmessung nicht beobachtet, die Rate blieb bis zum Ende konstant.
Einbau und Einrichtung
Im Desktop schließt du die SSD per SATA-Daten- und Stromkabel an, im NAS oder Server setzt du sie in einen 2,5-Zoll-Schlitten. Ein Datenkabel liegt nicht bei. Unter Windows initialisierst du sie mit GPT, da der alte MBR-Standard größere Laufwerke nur eingeschränkt verwaltet. Danach legst du eine Partition an und formatierst sie, für reine Windows-Systeme mit NTFS.
Verschlüsselung für sensible Archive
Archivierst du private Dokumente, Steuerunterlagen oder Kundendaten, ist Verschlüsselung sinnvoll. Die 870 EVO unterstützt AES 256 Bit auf Hardware-Ebene sowie TCG/Opal 2.0 und IEEE 1667. Alternativ kannst du Software-Verschlüsselung über das Betriebssystem nutzen.
Wem die 4 TB wirklich nützen
Die 4-TB-Version richtet sich an Menschen, die viel Platz auf einem einzigen, leisen Laufwerk bündeln wollen: Fotografen mit großen Bibliotheken, Sammler von Filmen und Musik oder Betreiber eines kleinen Heimservers. Brauchst du nur 1 oder 2 TB, sind die kleineren Varianten günstiger. Brauchst du Tempo, ist eine NVMe-SSD die bessere Wahl. Die 870 EVO 4TB ist die Lösung für Kapazität ohne Lärm und mit hoher Reserve.
Gegenüber der Festplatte abwägen
Eine Festplatte mit 4 TB kostet pro Terabyte meist deutlich weniger. Für reine Backups, die du einmal pro Woche anstößt, kann sie deshalb sinnvoller sein. Für ein Archiv, auf das du regelmäßig zugreifst, ist die SSD aber angenehmer: Sie verträgt Stöße besser, ist sofort bereit und braucht im Leerlauf kaum Energie. Viele kombinieren deshalb beides: die SSD als Arbeitsarchiv, die Festplatte als zusätzliches Backup.
Als Ziel für regelmäßige Backups
Die 4-TB-Version eignet sich gut als Sicherungsziel für mehrere Rechner im Haushalt. Inkrementelle Backups schreiben jeden Tag nur die Änderungen, was meist wenige Gigabyte sind und damit locker in den schnellen Puffer passt. Das erste Vollbackup dagegen kann mehrere Hundert Gigabyte umfassen. Hier zahlt sich die konstante Rate aus, denn die Sicherung läuft ohne Einbruch durch. Bei einer QLC-SSD könnte dieselbe Aufgabe ein Vielfaches länger dauern.
Umzug vom alten Festplattenarchiv
Ersetzt du eine alte Archivfestplatte, ist meist die Festplatte selbst die Bremse: Viele 2,5-Zoll-Modelle lesen nur mit 100 bis 150 MB/s, bei kleinen Dateien deutlich weniger. Plane für den Umzug also eher die Lesezeit der alten Platte ein als die Schreibrate der SSD. Am besten startest du die Kopie abends und lässt sie über Nacht laufen. Prüfe danach stichprobenartig, ob alle Ordner vollständig übertragen wurden, bevor du die alte Platte löschst.
Großer DRAM, schnelle Suche
Bei Laufwerken dieser Größe macht sich der DRAM besonders bemerkbar. Durchsuchst du eine Sammlung mit Hunderttausenden Dateien, muss der Controller ständig nachschlagen, wo welche Daten liegen. Mit 4 GB LPDDR4 hält die 870 EVO diese Tabelle vollständig im schnellen Speicher. Laut Samsung erreicht sie bis zu 98.000 IOPS beim zufälligen Lesen.
Auch Indexdienste von Windows oder einer Bildverwaltung, die beim ersten Einlesen jede Datei öffnen, sind auf der SSD in einem Bruchteil der Zeit fertig, die eine Festplatte benötigt.
Ein Tipp für den Alltag: Lass auch bei 4 TB etwas Platz frei, damit die SSD intern Daten umsortieren kann.
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Fazit: Samsung 870 EVO 4TB
GutDie Samsung 870 EVO 4TB ist ideal für alle, die große Datenmengen leise und zuverlässig speichern wollen. Ihr Puffer ist in Messungen zwar klein, doch die Rate bleibt danach konstant hoch. Mit 4 GB DRAM und 2.400 TBW bringt sie viel Reserve für Archive und kleine Server mit.
Wenn du viel Platz auf einem einzigen SATA-Laufwerk brauchst: Samsung 870 EVO 4TB bei Amazon*.
Alternativen zur Samsung 870 EVO 4TB
| Modell | Im Test Samsung 870 EVO 4TBBei Amazon* (Werbelink) – Samsung 870 EVO 4TB | Samsung 990 PRO 4TBBei Amazon* (Werbelink) – Samsung 990 PRO 4TB | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kapazität | 4 TB | 4 TB | 4 TB | 4 TB | 2 TB |
| Formfaktor | 2,5 | M.2 2280 | M.2 2280 | M.2 2280 | M.2 2280 |
| Schnittstelle | SATA | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 |
| Lesen | 560 MB/s | 7.400 MB/s | 7.300 MB/s | 7.450 MB/s | 7.250 MB/s |
| Schreiben | 530 MB/s | 6.500 MB/s | 6.600 MB/s | 6.900 MB/s | 6.900 MB/s |
| TBW | 2.400 TB | 3.000 TB | 2.400 TB | 2.400 TB | 1.200 TB |
| DRAM-Cache | ja | nein | – | ja | nein |
| NAND | TLC | TLC | TLC | TLC | TLC |
| Garantie | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre |
Grün = gut, Rot = schwach, Schwarz = neutral (Herstellerangaben/Messwerte). * Werbelink
Reichen dir 2 TB, ist die 870 EVO 2TB die günstigere Variante mit gleicher Technik. Wer eine große SSD im M.2-Format sucht, findet in der Lexar NM790 4TB eine viel schnellere NVMe-Alternative. Für reine Backups bleibt eine klassische Festplatte die preiswertere Lösung.
Häufige Fragen zur Samsung 870 EVO 4TB
Wie schnell schreibt die 870 EVO 4TB nach dem Puffer?
In Messungen fiel die Rate nach rund 24 GB auf etwa 400 MB/s und blieb dort bis die SSD voll war.
Eignet sich die 870 EVO 4TB für ein NAS?
Sie ist für Client-PCs ausgelegt, bringt mit 2.400 TBW und DRAM aber gute Voraussetzungen mit. Prüfe die Kompatibilitätsliste deines NAS.
Wie viel DRAM hat die 4-TB-Version?
4 GB LPDDR4.
Wie lange dauert es, die SSD komplett zu füllen?
In Messungen lag der Schnitt bei 416 MB/s, also knapp drei Stunden für 4 TB.
Ist die 870 QVO eine günstige Alternative?
Für gelegentliche Nutzung ja, beim Dauerschreiben brach sie in Messungen aber auf 116 MB/s ein.

