
Die 870 EVO 1TB nutzt Samsungs MKX-Controller, 1 GB LPDDR4-Cache und TLC-Speicher mit 128 Lagen. Sie liest mit bis zu 560 MB/s und schreibt mit bis zu 530 MB/s, und das laut Samsung auch nach dem TurboWrite-Puffer.
- Kapazität1 TB
- Formfaktor2,5 Zoll, 7 mm
- SchnittstelleSATA 6 Gb/s
- Lesen560 MB/s
- Garantie5 Jahre
Auf einen Blick
Vorteile
- sehr ausgereifte SATA-SSD mit DRAM
- hält 530 MB/s auch nach dem Puffer
- 600 TBW und 5 Jahre Garantie
Nachteile
- durch SATA auf rund 560 MB/s begrenzt
- kein Vorteil in modernen M.2-Systemen
Technische Daten
| Modellnummer | MZ-77E1T0B |
|---|---|
| Kapazität | 1 TB |
| Bauform | 2,5 Zoll, 7 mm |
| Interface | SATA 6 Gb/s |
| Lesen | 560 MB/s |
| Schreiben | 530 MB/s |
| Schreiben nach dem Puffer (Hersteller) | 530 MB/s |
| TurboWrite-Puffer | 6–42 GB |
| Controller | Samsung MKX |
| DRAM | 1 GB LPDDR4 |
| NAND | Samsung V-NAND TLC, 128 Lagen |
| Leerlauf | 30 mW (DIPM) |
| Verschlüsselung | AES 256 Bit, TCG/Opal 2.0 |
| Endurance | 600 TBW |
| Garantie | 5 Jahre |
Hallo! Dein Notebook ist ein paar Jahre alt, hat noch eine Festplatte oder eine kleine SSD, aber keinen M.2-Slot? Oder dein Desktop-PC soll günstig ein schnelles Systemlaufwerk bekommen? Genau dafür ist die Samsung 870 EVO gemacht. Sie ist eine klassische 2,5-Zoll-SATA-SSD und gilt seit Jahren als eine der verlässlichsten in ihrer Klasse.
In diesem Test der 1-TB-Version steht die Frage im Mittelpunkt: Lohnt sich die 870 EVO als Aufrüstung für ältere Rechner, und wie schlägt sie sich gegen günstigere SATA-Modelle?
Schneller geht es über SATA kaum. Für alte Notebooks und PCs ohne M.2 ist sie ein sehr gutes Upgrade. Gesamtnote: 8,0 von 10.
Verarbeitung
Das Gehäuse besteht aus Metall, ist 7 mm hoch und wiegt rund 45 g. Damit passt die 870 EVO in praktisch jeden 2,5-Zoll-Schacht, auch in flache Notebooks, die keine 9,5-mm-Laufwerke aufnehmen. Innen arbeiten der MKX-Controller mit acht Kanälen, 1 GB LPDDR4 und Samsungs eigener TLC-Speicher. Alles kommt aus einer Hand, was für eine stimmige Abstimmung spricht.

Praxis: Der Sprung von der Festplatte
Am größten ist der Effekt, wenn die 870 EVO eine alte Festplatte ersetzt. Eine typische 2,5-Zoll-HDD schafft vielleicht 100 MB/s und braucht für zufällige Zugriffe ein Vielfaches der Zeit. Mit der SSD startet Windows in wenigen Sekunden, Programme öffnen sich praktisch sofort, und das System fühlt sich wie ein neuer Rechner an.
Gegenüber einer NVMe-SSD ist die 870 EVO zwar auf dem Papier deutlich langsamer. Im Alltag mit Office, Browser und E-Mail merkst du davon aber wenig, weil hier vor allem kurze Zugriffszeiten zählen. Nur wer oft sehr große Dateien kopiert, spürt die Grenze der SATA-Schnittstelle.
Praxis: Gleichmäßiges Schreiben
Viele günstige SSDs werden langsam, sobald ihr schneller Zwischenspeicher voll ist. Die 870 EVO 1TB nutzt einen TurboWrite-Puffer von 6 bis 42 GB, je nach freiem Platz. Laut Samsung schreibt sie aber auch danach mit bis zu 530 MB/s weiter. Bei der 250-GB- und der 500-GB-Version sind es nur 300 MB/s. Die 1-TB-Größe ist damit der Einstieg in das volle Tempo.
Für dich heißt das: Auch wenn du beim Umzug mehrere Hundert Gigabyte auf einmal überträgst, bleibt die Rate stabil. Viele QLC-SSDs mit NVMe sind in genau diesem Fall langsamer.
Einbau ins Notebook
Im Notebook löst du die Bodenplatte oder eine Wartungsklappe, ziehst die alte Platte aus dem SATA-Anschluss und schraubst gegebenenfalls den Rahmen um. Die 870 EVO wird ohne Einbaurahmen geliefert, die meisten Notebooks haben aber einen eigenen. Danach setzt du die SSD ein und schließt die Klappe.
Um dein bisheriges System zu übernehmen, bietet Samsung die Software Data Migration an. Damit klonst du die alte Platte direkt auf die SSD, wenn beide gleichzeitig angeschlossen sind. Im Notebook brauchst du dafür meist einen USB-SATA-Adapter, über den die neue SSD vorübergehend angeschlossen wird.
Einbau im Desktop
Im Desktop-PC brauchst du ein SATA-Datenkabel zum Mainboard und einen SATA-Stromstecker vom Netzteil. Viele Gehäuse haben eigene 2,5-Zoll-Halterungen, ältere nur 3,5-Zoll-Schächte, für die ein Adapterrahmen nötig ist. Ein Kabel liegt der SSD nicht bei. Prüfe vorher, ob du noch einen freien Anschluss hast.
Samsung Magician und Verschlüsselung
Mit Samsung Magician liest du den Gesundheitszustand aus, installierst Firmware-Updates und siehst, wie viele Daten bereits geschrieben wurden. Die 870 EVO unterstützt außerdem Hardware-Verschlüsselung nach AES 256 Bit sowie TCG/Opal 2.0. Das ist praktisch für Geschäftsnotebooks, in denen die Datenträgerverschlüsselung Pflicht ist.
Lautlosigkeit, Temperatur und Drosselung
Die SSD arbeitet völlig geräuschlos, ein großer Vorteil gegenüber einer klappernden Festplatte. Die zulässige Betriebstemperatur reicht laut Samsung von 0 bis 70 °C. Konkrete Temperaturmessungen der 1-TB-Version unter Last: k. A. SATA-SSDs erzeugen wegen der geringeren Datenrate grundsätzlich wenig Wärme, ein Kühlkörper ist nicht vorgesehen. Im Leerlauf nennt Samsung 30 mW, beim Lesen etwa 2 W. Für Akkulaufzeiten ist das günstig.
Haltbarkeit
Samsung gibt fünf Jahre Garantie oder 600 TBW, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Für ein Notebook, auf das du täglich vielleicht 20 GB schreibst, entspricht das rechnerisch über 80 Jahren. Die Garantiezeit ist hier also der eigentliche Rahmen, nicht die Schreibmenge. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen gibt Samsung mit 1,5 Millionen Stunden an.
Für wen ist die 1-TB-Version richtig?
1 TB ist für die meisten Notebooks die passende Größe: Windows, Programme, Fotos und ein paar Spiele finden Platz, ohne dass du ständig aufräumen musst. Kleinere Varianten sind zwar günstiger, verlieren aber beim Dauerschreiben deutlich an Tempo. Größere Versionen lohnen sich eher als Datenlaufwerk im Desktop.
Wenn dein Rechner dagegen einen freien M.2-Slot mit NVMe hat, solltest du lieber dort aufrüsten. Eine NVMe-SSD kostet oft kaum mehr und ist ein Vielfaches schneller.
Was sich gegenüber der 860 EVO geändert hat
Die 870 EVO ist die Nachfolgerin der weit verbreiteten 860 EVO. Neu sind der MKX-Controller und der TLC-Speicher mit 128 Lagen. Samsung spricht von bis zu 38 Prozent mehr Leistung bei alltäglichen Aufgaben gegenüber dem Vorgänger. In den sequenziellen Werten ändert sich wegen der SATA-Grenze dagegen kaum etwas. Der Fortschritt zeigt sich vor allem bei zufälligen Zugriffen und beim gleichmäßigen Schreiben, also genau dort, wo ein Systemlaufwerk im Alltag gefordert ist.
Zufällige Zugriffe: Darum fühlt sich das System flott an
Beim Start von Windows und Programmen werden unzählige kleine Dateien gelesen. Hier zählen die Werte für zufällige 4-KB-Zugriffe. Samsung nennt bei einer Warteschlange von 1 bis zu 13.000 IOPS beim Lesen und bis zu 36.000 IOPS beim Schreiben, bei tiefer Warteschlange bis zu 98.000 und 88.000 IOPS. Eine Festplatte kommt hier nur auf einen Bruchteil, weil der Lesekopf jedes Mal neu positioniert werden muss. Genau deshalb wirkt ein altes Notebook nach dem Umstieg so viel reaktionsschneller, obwohl die sequenzielle Rate „nur“ bei rund 560 MB/s liegt.
Typische Einsatzszenarien
Ein Büro-Notebook aus den Jahren vor M.2 ist der klassische Fall: Statt ein neues Gerät zu kaufen, tauschst du die Festplatte gegen die 870 EVO und erweiterst eventuell noch den Arbeitsspeicher. Ebenso sinnvoll ist sie in einem älteren Desktop-PC, der als Familienrechner oder Homeoffice-Gerät weiterlaufen soll. Auch in Mini-PCs, die nur einen SATA-Schacht bieten, ist sie eine gute Wahl. In einem modernen Gaming-PC mit freien M.2-Slots ergibt sie dagegen höchstens als zusätzliches Datenlaufwerk Sinn.
Vor dem Umbau beachten
Sichere vor dem Klonen deine wichtigsten Dateien zusätzlich auf einem externen Laufwerk. Prüfe außerdem, ob im BIOS der AHCI-Modus aktiv ist, denn nur so laufen TRIM und die volle Geschwindigkeit. Bei sehr alten Notebooks mit SATA-Schnittstellen der zweiten Generation ist die SSD auf etwa 300 MB/s begrenzt. Sie läuft dort trotzdem und ist immer noch viel schneller als eine Festplatte.
Freien Platz lassen
Der TurboWrite-Puffer der 1-TB-Version schrumpft, je voller die SSD wird: Bei viel freiem Platz stehen bis zu 42 GB bereit, bei fast voller SSD nur noch 6 GB. Da die Rate danach aber kaum fällt, ist das bei der 870 EVO weniger kritisch als bei anderen Modellen. Trotzdem lohnt es sich, etwa zehn Prozent frei zu lassen, damit die Garbage Collection genug Spielraum hat.
Wenn du die Samsung 870 EVO 1TB kaufen möchtest: Samsung 870 EVO 1TB bei Amazon*.
Fazit: Samsung 870 EVO 1TB
Sehr gutDie Samsung 870 EVO 1TB ist keine Rekordjägerin, aber eine sehr verlässliche Wahl. Sie holt aus der SATA-Schnittstelle fast alles heraus, bleibt auch beim Dauerschreiben schnell und bietet mit Magician und Data Migration gute Software. Für Notebooks und PCs ohne M.2-Slot ist sie eine der besten Aufrüstungen.
Hat dein Rechner einen NVMe-Slot, greif dort lieber zu einer M.2-SSD. Für alle anderen gilt: Samsung 870 EVO 1TB bei Amazon*.
Alternativen zur Samsung 870 EVO 1TB
| Modell | Im Test Samsung 870 EVO 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Samsung 870 EVO 1TB | Crucial MX500 1TBBei Amazon* (Werbelink) – Crucial MX500 1TB | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kapazität | 1 TB | 1 TB | 1 TB | 1 TB | 1 TB |
| Formfaktor | 2,5 | 2,5 | M.2 2280 | M.2 2280 | M.2 2280 |
| Schnittstelle | SATA | SATA | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 | PCIe 4.0 x4 |
| Lesen | 560 MB/s | 560 MB/s | 7.250 MB/s | 5.000 MB/s | 7.300 MB/s |
| Schreiben | 530 MB/s | 510 MB/s | 6.900 MB/s | 3.600 MB/s | 6.300 MB/s |
| TBW | 600 TB | 360 TB | 600 TB | 220 TB | 600 TB |
| DRAM-Cache | ja | – | nein | nein | – |
| NAND | TLC | TLC | TLC | QLC | TLC |
| Garantie | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre |
Grün = gut, Rot = schwach, Schwarz = neutral (Herstellerangaben/Messwerte). * Werbelink
Die Crucial MX500 1TB ist eine weitere bewährte SATA-SSD mit DRAM, schreibt nach ihrem Puffer aber etwas langsamer. Wer mehr Platz braucht, findet in der 870 EVO 2TB die gleiche Technik mit doppelter Kapazität. Hat dein Rechner einen M.2-Slot, ist eine NVMe-SSD wie die Crucial P310 die schnellere Wahl.
Häufige Fragen zur Samsung 870 EVO 1TB
Passt die 870 EVO in mein Notebook?
Wenn dein Notebook einen 2,5-Zoll-SATA-Schacht hat, ja. Mit 7 mm Höhe passt sie auch in flache Geräte.
Wie schnell ist die 870 EVO nach dem TurboWrite-Puffer?
Laut Samsung schreibt die 1-TB-Version auch danach mit bis zu 530 MB/s.
Kann ich mein altes System übernehmen?
Ja, mit der Software Samsung Data Migration. Im Notebook brauchst du dafür meist einen USB-SATA-Adapter.
Hat die 870 EVO einen DRAM-Cache?
Ja, die 1-TB-Version hat 1 GB LPDDR4.
Lohnt sich die 870 EVO, wenn ich einen M.2-Slot habe?
Eher nicht. Eine NVMe-SSD ist im M.2-Slot deutlich schneller und kaum teurer.

