Externe Festplatte für den Mac: Format, Anschluss und Tipps

Mehrere externe und interne Festplatten von WD nebeneinander

Hallo! „Kann ich diese externe Festplatte auch an meinem Mac verwenden?“ Das ist eine der häufigsten Fragen von Apple-Nutzern. Die Antwort ist erfreulich einfach: Ja, du kannst jede USB-Festplatte an jedem Mac, MacBook, iMac oder Mac mini nutzen. Worauf es ankommt, sind das richtige Dateiformat und ein passender Anschluss. Hier erfährst du, was du vor dem Kauf und beim ersten Anschließen wissen solltest, damit die Platte sofort im Finder auftaucht und schnell läuft.

Kurz zusammengefasst: Jede USB-Festplatte funktioniert am Mac. Wird sie nicht beschreibbar angezeigt, ist sie meist mit NTFS formatiert. Mit dem kostenlosen Festplattendienstprogramm formatierst du sie passend für den Mac: APFS für reine Mac-Nutzung, exFAT für Mac und Windows. Dabei werden alle Daten auf der Platte gelöscht.

Funktioniert jede externe Festplatte am Mac?

Ja. Jede externe USB-Festplatte und jede externe SSD lässt sich am Mac nutzen. Du brauchst keine spezielle Mac-Festplatte. Modelle mit „für Mac“ im Namen sind meist nur anders vorformatiert und oft etwas teurer.

Festplattendienstprogramm am Mac zeigt angeschlossene externe Laufwerke in der Seitenleiste

Technisch gibt es zwischen einer Festplatte für Windows und einer für den Mac keinen Unterschied. Im Gehäuse stecken dieselben Laufwerke, angeschlossen wird über denselben USB-Standard. Der einzige Unterschied ist das Dateisystem, mit dem die Platte ab Werk formatiert ist. Und das kannst du in wenigen Minuten selbst ändern.

Das bedeutet für dich: Du kannst beim Kauf zu jeder beliebigen externen Festplatte greifen und nach Preis, Größe und Bauform entscheiden. Das Etikett „Mac“ musst du nicht extra bezahlen.

Auch zwischen den verschiedenen Mac-Modellen gibt es keine Einschränkungen. Ob MacBook Air, MacBook Pro, iMac, Mac mini oder Mac Studio: Alle erkennen externe Laufwerke über USB oder Thunderbolt. Selbst ein Mac mit Apple-Chip und einer mit Intel-Prozessor unterscheiden sich hier nicht. Wichtig ist nur, dass das Kabel zum Anschluss passt und die Platte genug Strom bekommt.

Welches Dateiformat brauchst du am Mac?

Nutzt du die Platte nur am Mac, nimm APFS. Soll sie auch an Windows laufen, ist exFAT die richtige Wahl. NTFS, das Standardformat von Windows, kann macOS ohne Zusatzsoftware nur lesen, aber nicht beschreiben.

Die meisten externen Festplatten kommen ab Werk mit exFAT oder NTFS. Mit exFAT kannst du sofort loslegen, denn macOS und Windows lesen und schreiben dieses Format ohne Zusatzsoftware. Ist die Platte mit NTFS formatiert, siehst du die Dateien am Mac zwar, kannst aber nichts darauf speichern. Das ist der häufigste Grund, warum eine neue Platte am Mac „nicht funktioniert“.

Format Mac lesen/schreiben Windows lesen/schreiben Geeignet für
APFS ja / ja nein / nein Heutige Macs, SSDs, Time Machine
Mac OS Extended (Journaled) ja / ja nein / nein Ältere Macs, Festplatten
exFAT ja / ja ja / ja Austausch zwischen Mac und Windows
NTFS ja / nein ja / ja Reine Windows-Nutzung
FAT32 ja / ja ja / ja Kleine Laufwerke, Dateien bis 4 GB

Für die Wahl des Formats hilft eine einfache Frage: Wo soll die Platte laufen? Nur am Mac, dann APFS. An Mac und Windows, dann exFAT. Wie du die Platte Schritt für Schritt umformatierst, zeigt die Anleitung externe Festplatte am Mac formatieren.

Achtung: Beim Formatieren werden alle Daten auf der Platte gelöscht. Liegen schon Dateien darauf, kopiere sie vorher auf ein anderes Laufwerk, zum Beispiel über einen Windows-PC.

Welcher Anschluss ist für den Mac der richtige?

Aktuelle Macs haben USB-C- oder Thunderbolt-Anschlüsse. Eine Festplatte mit USB-C-Kabel passt direkt, ältere Modelle mit USB-A brauchen einen Adapter. Für das volle Tempo einer SSD sollte die Platte mindestens USB 3.2 Gen 2 unterstützen.

Bei Festplatten spielt der Anschluss eine kleinere Rolle, denn auch die schnellsten HDDs schöpfen USB 3.0 kaum aus. Bei SSDs ist das anders: Eine schnelle SSD an einem langsamen Anschluss verschenkt viel Tempo. Thunderbolt- und USB4-Anschlüsse aktueller Macs holen das meiste aus schnellen externen SSDs heraus.

Ältere Macs haben teils nur USB 2.0. Moderne USB-3.0-Festplatten funktionieren dort trotzdem, die Geschwindigkeit ist dann aber auf etwa 30 MB pro Sekunde begrenzt. Für ein gelegentliches Backup reicht das, für große Datenmengen wird es zäh. Ein erstes vollständiges Time-Machine-Backup kann dann viele Stunden dauern, die folgenden Sicherungen gehen deutlich schneller, weil nur Änderungen übertragen werden.

Warum wird die externe Festplatte am Mac nicht angezeigt?

Meist ist die Platte mit NTFS formatiert oder im Finder ausgeblendet. Öffne das Festplattendienstprogramm: Taucht die Platte dort auf, liegt es am Format oder an den Finder-Einstellungen. Erscheint sie auch dort nicht, deutet das auf ein Kabel- oder Hardwareproblem hin.

Prüfe zuerst die Finder-Einstellungen. Unter „Finder“ > „Einstellungen“ > „Seitenleiste“ und „Allgemein“ legst du fest, ob externe Festplatten angezeigt werden. Ist der Haken nicht gesetzt, ist die Platte zwar verbunden, aber unsichtbar.

Wird sie auch im Festplattendienstprogramm nicht angezeigt, teste ein anderes Kabel und einen anderen Anschluss. Vermeide dabei USB-Hubs ohne eigenes Netzteil, denn mobile Festplatten brauchen ausreichend Strom. Hilft das nicht, findest du weitere Schritte im Ratgeber externe Festplatte wird nicht erkannt.

Von Zusatzprogrammen, mit denen der Mac NTFS beschreiben kann, ist eher abzuraten. Sie kosten oft Geld und sind eine weitere Fehlerquelle. Einfacher und dauerhaft zuverlässig ist es, die Platte mit exFAT zu formatieren.

Welche Festplatte eignet sich für Time Machine?

Für Time Machine eignet sich jede externe Festplatte mit genug Platz. Rechne mit mindestens dem Doppelten des internen Speichers deines Macs, damit genug ältere Versionen deiner Dateien gespeichert werden. Am iMac oder Mac mini ist eine Desktop-Platte ideal.

Time Machine sichert deinen Mac regelmäßig und behält ältere Stände, solange Platz ist. Je größer die Platte, desto weiter kannst du in der Zeit zurückgehen. Am stationären Mac bietet eine Desktop-Platte wie die WD Elements Desktop 12 TB* viel Platz für wenig Geld. Am MacBook ist eine mobile Platte praktischer, etwa die Seagate 5 TB tragbare Festplatte*, die mit exFAT auch an Windows nutzbar wäre. Für Time Machine formatiert macOS sie bei der Einrichtung auf Wunsch passend um.

Brauchst du Tempo, etwa für Videoprojekte direkt von der externen Platte, ist eine SSD mit USB-C die bessere Wahl. Ein Beispiel ist die Samsung Portable SSD T9 1 TB*. Alle Modelle mit aktuellem Preis pro TB findest du in der Preis-pro-TB-Tabelle.

Tipp: Nutze für Time Machine eine eigene Platte oder zumindest ein eigenes Volume. So vermischt sich das Backup nicht mit anderen Dateien, und du kannst die Platte bei Bedarf schnell zur Wiederherstellung nutzen.

Festplatte oder SSD für den Mac?

Für Time Machine und große Archive reicht eine Festplatte, sie bietet viel mehr Platz pro Euro. Für ein MacBook, das du oft mitnimmst, oder für die Arbeit direkt mit Foto- und Videodaten ist eine externe SSD die bessere Wahl. Sie ist schneller, leichter und robuster.

Viele aktuelle Macs haben einen recht kleinen internen Speicher, der sich nicht nachrüsten lässt. Eine externe SSD ist hier eine beliebte Erweiterung, etwa für die Fotomediathek, große Musikprojekte oder Videoschnitt. Damit sich die Arbeit nicht zäh anfühlt, sollte sie über USB-C oder Thunderbolt angeschlossen sein und dauerhaft verbunden bleiben.

Eine Festplatte ist dafür weniger geeignet, weil sie bei vielen kleinen Dateien deutlich langsamer reagiert. Ihre Stärke liegt beim Backup: Time Machine läuft im Hintergrund, und ob eine Sicherung ein paar Minuten länger dauert, merkst du kaum. Viele kombinieren deshalb beides, eine SSD zum Arbeiten und eine Festplatte für das Backup. Mehr dazu im Ratgeber SSD oder HDD.

Wie wirfst du die externe Festplatte am Mac richtig aus?

Bevor du das Kabel ziehst, wirf die Platte immer aus: im Finder über das Auswurfsymbol neben dem Namen oder per Rechtsklick und „Auswerfen“. So stellt macOS sicher, dass alle Daten fertig geschrieben sind.

Ziehst du das Kabel ohne Auswerfen, warnt dich macOS mit einer Meldung. Meist passiert nichts, aber im ungünstigen Fall gehen Daten verloren, die gerade noch geschrieben wurden, oder das Dateisystem wird beschädigt. Besonders bei exFAT ist Vorsicht angebracht, weil dieses Format weniger gut gegen solche Fehler geschützt ist als APFS. Lässt sich eine Platte nicht auswerfen, weil ein Programm noch darauf zugreift, schließe das Programm und versuche es erneut.

Kannst du eine Platte für Time Machine und Dateien teilen?

Ja. Mit APFS kannst du auf einer externen Platte mehrere Volumes anlegen, die sich den Speicherplatz flexibel teilen. Ein Volume nutzt Time Machine, ein anderes deine eigenen Dateien. So bleiben Backup und Daten sauber getrennt.

Du legst ein zusätzliches Volume im Festplattendienstprogramm über das Plus-Symbol an. Bedenke aber: Fällt die Platte aus, sind Backup und Dateien gleichzeitig weg. Liegen auf dem zweiten Volume Daten, die es sonst nirgends gibt, brauchen sie ein eigenes Backup.

Wie formatierst du die Festplatte am Mac?

Öffne das Festplattendienstprogramm, wähle die externe Platte aus, klicke auf „Löschen“ und wähle Name, Format und Schema. Das dauert meist nur wenige Sekunden. Die ausführliche Anleitung mit allen Optionen findest du in einem eigenen Ratgeber.

Festplattendienstprogramm am Mac mit ausgewählter externer Festplatte
Im Festplattendienstprogramm formatierst du die externe Festplatte für den Mac.

Das Festplattendienstprogramm ist auf jedem Mac vorinstalliert. Du findest es über die Spotlight-Suche mit Cmd + Leertaste. Wichtig ist, in der Seitenleiste die oberste Ebene der externen Platte auszuwählen und nicht nur ein einzelnes Volume. Nur dann kannst du auch das Partitionsschema festlegen. Alle Schritte mit Bildern zeigt der Ratgeber externe Festplatten unter macOS formatieren.

Weiterlesen: Festplatte am Mac formatieren · Festplatte wird nicht erkannt · Preis pro TB

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten in Kürze.

Funktioniert jede externe Festplatte am Mac?

Ja. Jede USB-Festplatte lässt sich am Mac nutzen. Ist sie mit NTFS formatiert, kann macOS sie nur lesen. Nach dem Formatieren in APFS oder exFAT kannst du auch schreiben.

Welches Format für Mac und Windows?

exFAT. Es wird von macOS und Windows ohne Zusatzsoftware gelesen und geschrieben.

Brauche ich eine spezielle Mac-Festplatte?

Nein. Modelle mit „für Mac“ im Namen sind nur anders vorformatiert. Du kannst jede Platte selbst kostenlos formatieren.

Wie groß sollte eine Festplatte für Time Machine sein?

Mindestens doppelt so groß wie der interne Speicher deines Macs. Mehr Platz bedeutet mehr ältere Versionen deiner Dateien.

Brauche ich am MacBook einen Adapter?

Nur wenn die Platte ein USB-A-Kabel hat. Viele aktuelle Modelle liegen mit USB-C-Kabel bei und passen direkt.

Externe Festplatte am Mac formatieren: Anleitung für macOS und Windows-Nutzung

Mehrere externe und interne Festplatten von WD nebeneinander

Hallo! Du möchtest eine externe Festplatte am Mac formatieren, sodass sie nur am Mac oder auch unter Windows funktioniert, vielleicht sogar verschlüsselt? Dann bist du hier richtig. Das geht kostenlos mit dem Festplattendienstprogramm, das auf jedem Mac schon installiert ist. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie du deine externe Festplatte am MacBook, iMac oder Mac mini formatierst, welches Format du wählen solltest und was du tun kannst, wenn etwas nicht klappt.

Kurz zusammengefasst: Öffne das Festplattendienstprogramm, wähle die externe Platte aus und klicke auf „Löschen“. Nutzt du die Platte nur am Mac, wählst du APFS, soll sie auch an Windows laufen, nimmst du exFAT. Als Schema passt meist die GUID-Partitionstabelle. Alle Daten auf der Platte werden dabei gelöscht.

Was musst du vor dem Formatieren beachten?

Beim Formatieren werden alle Daten auf der Platte gelöscht. Sichere deshalb vorher alles, was du behalten willst. Überlege außerdem, an welchen Geräten die Platte später laufen soll, denn danach richtet sich das Format.

Klingt selbstverständlich, wird aber oft vergessen: Liegen auf der Platte noch Fotos, Dokumente oder ein altes Backup, kopiere sie zuerst auf ein anderes Laufwerk. Ist die Platte mit NTFS formatiert, kann der Mac die Dateien lesen, sodass du sie vorher herunterkopieren kannst. Erst danach geht es ans Formatieren.

Prüfe außerdem, ob wirklich die richtige Platte angeschlossen ist. Hängen mehrere externe Laufwerke am Mac, trenne am besten alle, die du nicht formatieren willst. So kannst du im nächsten Schritt nichts verwechseln.

Achtung: Formatieren lässt sich nicht rückgängig machen. Kontrolliere vor dem Klick auf „Löschen“ noch einmal Name und Größe des ausgewählten Laufwerks.

Welches Format solltest du wählen?

APFS für heutige Macs, Mac OS Extended (Journaled) für ältere Macs, exFAT für Mac und Windows. Als Schema wählst du die GUID-Partitionstabelle, bei exFAT geht auch Master Boot Record. Die Tabelle zeigt, wann welches Format passt.

Einsatz Format Schema
Nur heutige Macs (ab macOS 10.13) APFS GUID-Partitionstabelle
Nur heutige Macs, verschlüsselt APFS (verschlüsselt) GUID-Partitionstabelle
Ältere Macs Mac OS Extended (Journaled) GUID-Partitionstabelle
Mac und Windows exFAT GUID oder Master Boot Record
Fernseher, Receiver, ältere Geräte exFAT oder FAT32 (Gerät prüfen) Master Boot Record

APFS ist das moderne Dateisystem von Apple. Es arbeitet besonders gut mit SSDs, unterstützt Verschlüsselung und erlaubt mehrere Volumes auf einer Platte. Mac OS Extended (Journaled), auch HFS+ genannt, ist der Vorgänger. Es ist für ältere Macs gedacht, die APFS noch nicht kennen. exFAT ist das Format für den Austausch: Mac und Windows lesen und schreiben es ohne Zusatzsoftware. FAT32 kennen fast alle Geräte, es ist aber auf Dateien bis 4 GB begrenzt.

Wie formatierst du die Festplatte Schritt für Schritt?

Festplattendienstprogramm öffnen, Darstellung auf „Alle Geräte einblenden“ stellen, die externe Platte auswählen, auf „Löschen“ klicken, Name, Format und Schema wählen und bestätigen. Nach wenigen Sekunden ist die Platte fertig.

Schritt 1: Festplattendienstprogramm öffnen

Drück auf deinem Mac Cmd + Leertaste, gib „Festplattendienstprogramm“ ein und drück Enter. Alternativ findest du das Programm im Finder unter „Programme“ > „Dienstprogramme“. Links in der Seitenleiste siehst du alle angeschlossenen Laufwerke.

Festplattendienstprogramm am Mac mit den angeschlossenen internen und externen Laufwerken

Schritt 2: Alle Geräte einblenden

Klicke oben links auf „Darstellung“ und wähle „Alle Geräte einblenden“. Erst dann siehst du die externe Platte als Ganzes und nicht nur ihre Volumes. Das ist wichtig, damit du auch das Partitionsschema festlegen kannst.

Schritt 3: Die richtige Platte auswählen

Markiere in der Seitenleiste die oberste Ebene deiner externen Platte. Bist du nicht sicher, welche es ist, trenne die Platte vom Mac und schließe sie erneut an. Beobachte dabei das Festplattendienstprogramm und wähle das Laufwerk aus, das neu hinzugekommen ist. Auch Name und Größe helfen bei der Zuordnung. Die interne Festplatte deines Macs steht immer ganz oben unter „Intern“, externe Laufwerke darunter unter „Extern“. Wähle niemals etwas aus dem Bereich „Intern“ aus.

Schritt 4: Löschen und Format wählen

Klicke oben auf „Löschen“. Vergib einen Namen für die Platte, wähle das Format und das Schema. Für einen heutigen Mac nimmst du APFS mit GUID-Partitionstabelle, bei Bedarf verschlüsselt. Für Time Machine an einem älteren Mac nimmst du Mac OS Extended (Journaled), ebenfalls mit GUID. Soll die Platte auch an Windows laufen, wählst du exFAT, als Schema geht dann Master Boot Record oder GUID-Partitionstabelle.

Schritt 5: Bestätigen und warten

Klicke auf „Löschen“. Jetzt werden wirklich alle Daten gelöscht. Nach kurzer Zeit zeigt dir das Programm an, dass der Vorgang abgeschlossen ist.

Meldung im Festplattendienstprogramm: Löschen der externen Festplatte ist abgeschlossen

Danach erscheint die Platte ganz normal im Finder und ist bereit für deine Daten. Taucht sie dort nicht auf, prüfe unter „Finder“ > „Einstellungen“, ob externe Festplatten in der Seitenleiste und auf dem Schreibtisch eingeblendet werden. Willst du sie als Time-Machine-Ziel nutzen, wählst du sie anschließend in den Systemeinstellungen unter „Time Machine“ aus. macOS bietet dann bei Bedarf an, sie passend umzuformatieren.

Mac-Finder mit der frisch formatierten externen Festplatte in der Seitenleiste unter Geräte

Wie verschlüsselst du die externe Festplatte?

Wähle beim Formatieren „APFS (verschlüsselt)“ und vergib ein sicheres Passwort. Ab dann fragt der Mac beim Anschließen nach dem Passwort. Ohne das Passwort kommt niemand an die Daten, auch du nicht.

Eine Verschlüsselung lohnt sich besonders bei mobilen Platten, die du mitnimmst und die verloren gehen können, und bei Backups mit persönlichen Daten. Notiere dir das Passwort an einem sicheren Ort, etwa in einem Passwortmanager. Vergisst du es, sind die Daten verloren. Beachte auch, dass eine verschlüsselte APFS-Platte nur an Macs funktioniert. Für die gemeinsame Nutzung mit Windows gibt es keine eingebaute Verschlüsselung, die beide Systeme verstehen.

Tipp: Für Time Machine kannst du die Verschlüsselung auch direkt bei der Einrichtung des Backups aktivieren. Dann musst du die Platte nicht vorher selbst verschlüsseln.

Kannst du eine Platte für Mac und Windows aufteilen?

Ja. Im Festplattendienstprogramm kannst du die Platte über „Partitionieren“ in mehrere Bereiche teilen, zum Beispiel einen mit APFS für Time Machine und einen mit exFAT für den Austausch mit Windows. Auch dabei gehen in der Regel Daten verloren, also vorher sichern.

So eine Aufteilung ist praktisch, wenn du eine große Platte hast und sie für zwei Zwecke nutzen willst. Der Windows-PC sieht dann nur die exFAT-Partition, der Mac beide. Lege die Größen vorher sinnvoll fest, denn nachträglich lassen sie sich nicht immer ohne Datenverlust ändern. Für ein reines Backup ist eine eigene Platte meist die übersichtlichere Lösung.

Der Unterschied zu APFS-Volumes: Volumes teilen sich den Speicher flexibel und funktionieren nur am Mac. Partitionen haben feste Größen, dafür kann jede ein anderes Format haben. Brauchst du einen Bereich für Windows, führt an einer Partition kein Weg vorbei.

Geht das Formatieren auch im Terminal?

Ja, mit dem Befehl diskutil. Mit „diskutil list“ findest du die Kennung der Platte, mit „diskutil eraseDisk“ formatierst du sie. Das ist schnell, verzeiht aber keine Tippfehler. Für die meisten ist das Festplattendienstprogramm die sicherere Wahl.

Ein Beispiel: „diskutil eraseDisk ExFAT Backup GPT /dev/disk4“ formatiert die Platte mit der Kennung disk4 als exFAT mit dem Namen „Backup“ und GUID-Partitionstabelle. Die Kennung musst du unbedingt vorher mit „diskutil list“ prüfen. Erwischst du die falsche Nummer, löschst du ein anderes Laufwerk. Nutze diesen Weg deshalb nur, wenn du dir sicher bist oder das Festplattendienstprogramm streikt.

Was tun, wenn das Formatieren nicht klappt?

Bricht das Formatieren mit einer Fehlermeldung ab, versuche es erneut mit „Alle Geräte einblenden“ und der obersten Ebene der Platte. Hilft das nicht, teste ein anderes Kabel und einen anderen Anschluss. Erscheint die Platte gar nicht, liegt eher ein Hardwareproblem vor.

Häufige Ursache für Fehler ist, dass nur ein Volume statt der gesamten Platte ausgewählt wurde. Dann lässt sich zum Beispiel das Schema nicht ändern. Manchmal hilft auch die Funktion „Erste Hilfe“ im Festplattendienstprogramm, um ein beschädigtes Dateisystem zu reparieren, bevor du erneut formatierst.

Wird die Platte nicht einmal im Festplattendienstprogramm angezeigt, prüfe Kabel, Anschluss und Stromversorgung. Mobile Festplatten an USB-Hubs ohne eigenes Netzteil bekommen manchmal zu wenig Strom. Weitere Schritte findest du im Ratgeber externe Festplatte wird nicht erkannt.

Welche Festplatte eignet sich für den Mac?

Jede externe Festplatte. Du musst kein Modell „für Mac“ kaufen, denn das Format kannst du selbst kostenlos ändern. Wichtig sind vor allem Größe, Bauform und Anschluss.

Damit kannst du jede beliebige externe Festplatte am Mac nutzen und unter Umständen eine Menge Geld sparen. Mobil und mit exFAT an Mac und Windows nutzbar ist etwa die Seagate 5 TB tragbare Festplatte*. Für das MacBook ist eine schnelle SSD mit USB-C eine gute Wahl, zum Beispiel die Samsung Portable SSD T9 1 TB*. Für Time Machine am iMac oder Mac mini eignet sich eine Desktop-Platte wie die WD Elements Desktop 12 TB*. Alle Modelle findest du in der Preis-pro-TB-Tabelle.

Schneller als eine Festplatte ist eine SSD, mehr dazu unter externe SSDs im Vergleich.

Was du sonst noch beim Kauf einer Festplatte für den Mac beachten solltest, steht im Ratgeber externe Festplatte für den Mac.

Weiterlesen: Externe Festplatte für den Mac · Festplatte wird nicht erkannt · Preis pro TB

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten in Kürze.

Wie formatiere ich eine externe Festplatte am Mac?

Festplattendienstprogramm öffnen, externe Platte links auswählen, auf „Löschen“ klicken, Namen, Format und Schema wählen und bestätigen. Alle Daten auf der Platte werden dabei gelöscht.

APFS, Mac OS Extended oder exFAT?

APFS mit GUID-Partitionstabelle ist das Format für heutige Macs. Mac OS Extended (Journaled) mit GUID nimmst du für Time Machine oder ältere Macs. exFAT nimmst du, wenn die Platte auch an Windows laufen soll, dort geht Master Boot Record oder GUID.

Warum wird meine Festplatte am Mac nicht angezeigt?

Oft ist sie mit NTFS formatiert oder im Finder ausgeblendet. Prüfe im Festplattendienstprogramm, ob sie erscheint. Wird sie dort nicht erkannt, liegt eher ein Kabel- oder Hardwareproblem vor.

Warum kann ich das Schema nicht auswählen?

Du hast vermutlich nur ein Volume markiert. Stell die Darstellung auf „Alle Geräte einblenden“ und wähle die oberste Ebene der Platte aus.

Wie lange dauert das Formatieren?

Meist nur wenige Sekunden, weil die Daten nicht einzeln überschrieben werden. Nur bei sicheren Löschoptionen dauert es deutlich länger.